Inflation im Saarland im Juni bei 2,8 Prozent

Wie das Statistische Landesamt des Saarlandes mitteilt, lagen die Verbraucherpreise im Juni 2024 um 2,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Mai 2024 hatte die Inflationsrate bei 2,9 Prozent gelegen. Der Verbraucherpreisindex hat sich gegenüber dem Vormonat nicht verändert; der Wert liegt im Juni 2024 ebenfalls bei 118,7 (Basisjahr 2020 = 100).

Die Preise für Haushaltsenergie stiegen im Juni 2024 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,1 Prozent. Insbesondere Gas und Fernwärme verteuerten sich im Betrachtungszeitraum merklich (+9,6 % bzw. +36,0 %). Heizöl stieg binnen Jahresfrist um 8,3 Prozent an. Die Preise für Elektrizität gingen um 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück. Deutliche Entlastungen spürten Verbraucherinnen und Verbraucher bei Brennholz und Holzpellets; hier gingen die Preise um 7,0 Prozent zurück. Die Kraftstoffpreise an saarländischen Tankstellen blieben binnen Jahresfrist fast auf dem gleichen Niveau (-0,1 %). Ohne Berücksichtigung von Heizöl und Kraftstoffen hätte die Teuerungsrate im Juni 2024 bei 2,9 Prozent gelegen.

Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich im Juni 2024 um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Obst und Gemüse verteuerten sich um 1,9 bzw. 0,7 Prozent. Die Preise für Molkereiprodukte und Eier gingen im Vergleich zum Juni 2023 um 2,2 Prozent zurück, ebenso die Preise für Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte (-4,2 %). Speisefette und Speiseöle (+7,1 %) sowie Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren (+7,5 %) waren teurer als im Vorjahresvergleichsmonat.

Für Speisen und Getränke in Restaurants und Gaststätten mussten Saarländerinnen und Saarländer im Juni 2024 4,3 Prozent mehr ausgeben als noch vor einem Jahr.

Die Preise für Bekleidung und Schuhe stiegen seit Juni 2023 um 3,8 Prozent. Zum Sommeranfang und zum Beginn der Badesaison lag die Teuerung von Herrenbadebekleidung bei 4,8 Prozent, wohingegen die Preise für Badebekleidung für Damen lediglich um 1,8 Prozent stiegen.

Erläuterung: Eine Inflationsrate (Veränderung des Verbraucherpreisindexes) von 2,0 Prozent bedeutet vereinfacht gesagt, dass ein Verbraucher für einen unveränderten Warenkorb, der vor einem Jahr beispielsweise 1.000 Euro gekostet hat, heute 20 Euro oder 2,0 Prozent mehr ausgeben müsste. Dieser Warenkorb beinhaltet nahezu alle Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten gekauft werden. Neben Nahrungsmitteln und Getränken sind Wohnungsmieten ebenso enthalten wie Bekleidungsartikel, Urlaubsreisen oder Friseurdienstleistungen. Preissteigerungen bei einer Reihe von Gütern stehen stets auch Preissenkungen bei anderen gegenüber. Die Preisentwicklung der einzelnen Güter wird bei der Ermittlung des Verbraucherpreisindexes entsprechend den jeweiligen Ausgabenanteilen eines Durchschnittshaushaltes berücksichtigt.

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