Smart-Village wächst

In Berschweiler kann jetzt digital eingekauft werden

Ortsvorsteher Ingo Recktenwald (links) und Bürgermeister Volker Weber helfen beim Ausladen der ersten Lieferung

22 Kunden gleich am ersten Tag. Damit brach Berschweiler einen internen „Smart-Village“ Rekord. Die 4 Dorfcoaches hatten alle Hände voll zu tun, so gut, wie das System angenommen wurde. Aber gewundert hat es auch niemanden so wirklich, immerhin hat Berschweiler schon seit 20 Jahren keine Einkaufsmöglichkeit mehr. Vor allem für ältere Menschen ist das ein Problem.

Und genau wurde im Landkreis ein Konzept entwickelt. Im Land(auf)Schwung-Projekt „Smart Village“ wurde die Möglichkeit der digitalen Nahversorgung zunächst in Remmesweiler getestet. Bereits seit Mitte 2018 können die „Remmesweilerer“ nun Waren über eine Online-Plattform bestellen und bei einem gemeinsamen Frühstück im Dorfgemeinschaftshaus abholen. So können ältere oder nicht mobile Menschen, aber auch junge Eltern, die sich den Weg zum Supermarkt sparen möchten, ihre Waren des täglichen Bedarfs bequem zuhause bestellen und im Ort abholen. Damit das funktionieren kann, wurde die Online-Plattform für Lebensmittel und Artikel des täglichen Bedarfs sowie Dienstleistungen unter Einbindung regionaler Anbieter und Ehrenamtlicher entwickelt. Seit 2018 hatte man in Remmesweiler die Möglichkeit „Smart Village“ auf Herz und Nieren zur testen und nach anfänglichen Stolperfallen läuft das System mittlerweile sehr gut. 



So gut, dass es bereits in 8 weiteren Dörfern begonnen wurde. Deshalb fährt der „Smart Village“-Transporter nun nicht nur nach Remmesweiler, sondern auch nach Leitersweiler, Hoof, Dörrenbach, Osterbrücken, Mosberg Richweiler, Steinberg-Deckenhardt und Winterbach. Außerdem gibt es noch eine Abhol-Station am UTZ in St. Wendel, die sozusagen ein eigenes kleines „Dorf“ darstellt.

Auf dieses System wurde auch der Ortsvorsteher von Berschweiler, Ingo Recktenwald, aufmerksam und setzte sich dafür ein, die digitale Nahversorgung ins Dorf bekommen. Er fand 4 Dorfcoaches, die die Bestellungen und Abholung koordinieren. Künftig können nun die Berschweiler Bürgerinnen und Bürger Lebensmittel online bestellen, die dann in der evangelischen Kirche durch freiwillige HelferInnen und Helfer ausgeteilt werden.

Doch Bürgermeister Volker Weber, der sich ein Bild von der Lieferung in Berschweiler machte, wurde nicht müde zu betonen, dass es „sein Wunsch und Ziel ist , dass wir künftig auch unsere örtlichen Geschäfte auf diese Plattform des Modellprojektes bringen.“  Leider war das bis zum Start noch nicht möglich, doch seit längerer Zeit ist man bereits im Gespräch, um zum Beispiel den Edeka in Marpingen mit einzubinden. „Weitere Kooperationspartner sollten meiner Meinung unbedingt folgen. So kann dann regionale, zeitgemäße Nahversorgung funktionieren. So könnte das Modellprojekt dann auch eine tolle Sache für alle unsere Ortsteile werden und eine sinnvolle Ergänzung zu anderen wunderbaren Ideen im Bereich der Nahversorgung“, ergänzt Volker Weber seinen Wunsch. 

Weitere Infos dazu, findet man hier:

https://smartvillage-wnd.de

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