Entscheidung steht kurz bevor

Heute Abend entscheidet der Stadtrat über die Nikolaus-Obertreis-Grundschule

Nach langem Hin und Her wird am heutigen Donnerstag der Standort der St. Wendeler Nikolaus-Obertreis-Grundschule entschieden. Im Voraus gab es hierzu bereits lange Diskussionen, bei denen die einzelnen Parteien im Stadtrat sehr unterschiedliche Meinungen vertraten. Überprüft wurde die Sanierung des Gebäudes, ein Neubau neben dem Cusanus-Gymnasium, die ehemalige St. Annenschule oder das Missionshaus. Während man sich gemeinsam gegen eine Sanierung des alten Schulgebäudes entschied, gab es von Seiten der SPD Präferenzen für einen Neubau, die Grünen positionierten sich für die St. Annenschule und die CDU galt lange als Verfechter des Standorts am Missionshaus. Im Interview, das der Vorsitzende des CDU-Stadtverbands St. Wendel, Alexander Zeyer wndn.de vor einigen Wochen gab, klang er jedoch auch nicht abgeneigt von der Lösung in der ehemaligen St. Annenschule (hier finden Sie das Interview). 

Am Donnerstag soll nun ein Ergebnis gefällt und die Verwaltung der Stadt St. Wendel beauftragen werden, das weitere Verfahren und die weiteren Umsetzungsschritte in die Wege zu leiten. 



Im Vorfeld der Sitzung beklagt Tilman Schön, Fraktionsvorsitzender der Grünen im St. Wendeler Stadtrat, dass  „die CDU sich in den Ausschussitzungen jeglicher Debatte verweigert [hätte]. Auch jetzt, bevor der Stadtrat entscheiden soll, hat die CDU wohl intern eine Entscheidung getroffen – verweigert aber weiterhin jegliche Diskussion darüber.“ Auf Nachfragen teilt Peter Schunath, Vorsitzender der CDU-Stadtratsfraktion mit, dass man  „zwei Jahre intensiv gearbeitet [habe] und sowohl mit Vertretern der Schule, der Elternschaft sowie durch Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern versucht [hätte] einen Weg zu finden, von dem man denkt, dass er der Beste für die Zukunft der Schule sein wird.“ 

Doch der stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Sören Bund-Becker, ergänzt: „Schon die Weigerung der CDU Vertreter, in den vorbereitenden Ausschüssen letzte Woche an der Debatte teilzunehmen war ein Affront. Erst in der entscheidenden Sitzung Position und Argumente vorzubringen ist eine Frechheit und weckt den Eindruck, dass die Öffentlichkeit bewusst bis zur Entscheidung von der Meinungsfindung ausgeschlossen werden soll.“ Aus Sicht der CDU bleibt diese Anschuldigung falsch, da man „Zwischenergebnisse und Argumente der Arbeitsgruppe regelmäßig in der gesamten CDU-Stadtratsfraktion diskutiert. Hierbei flossen die Ansichten und Meinungen aller 22 Stadtratsmitglieder ein. Aufgrund der Größe der CDU-Fraktion und deren Verwurzelung in der Gesellschaft konnte so ein breites gesellschaftliches Stimmungsbild aufgenommen werden.“ 

Es bleibt nun zu hoffen, dass dieses gesellschaftlich breite Stimmungsbild auch in der heutigen Sitzung zu einem guten Ergebnis führt und dass die CDU nicht, wie es die Grünen befürchten „gegen alle, auch internen, Widerstände [das Missionshaus] durchbringen will.“ Von Seiten der CDU war und ist klar, dass das Hauptaugenmerk darauf liegen muss, „einen Weg zu finden, von dem wir denken, dass er der Beste für die Zukunft der Schule sein wird.“ 

Sicher ist, dass die Diskussion am Abend eine Spannende wird. Mit einem bislang noch offenen Ausgang. 

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