Auffinden einer vermissten Person: Feuerwehrkameraden suchen Vermissten
In der Gemeinde Nohfelden wurde ein 80-jähriger Mann als vermisst gemeldet. Während die Polizei nach dem Senior suchte, begaben sich die Feuerwehrkameraden Marco Becker und Marc Leonhard aus Nohfelden-Walhausen privat auf ihre Fahrräder und schlossen sich den Suchmaßnahmen an. Dank ihres engagierten Einsatzes wurde die vermisste Person schließlich rund einen Kilometer außerhalb des ursprünglichen Suchradius der Einsatzkräfte gefunden.
Reanimation einer leblosen Frau: Sylvana Wilhelm zeigt beispiellose Einsatzbereitschaft
Sylvana Wilhelm aus Tholey-Überroth-Niederhofen wurde während ihres Jogginglaufs auf Hilferufe aufmerksam. Sie folgte den Schreien und stieß auf einen geschockten Mann neben einer leblosen Frau. Ohne zu zögern setzte Frau Wilhelm einen Notruf ab und begann sofort mit Reanimationsmaßnahmen. Dabei zog sie sich selbst einen Knochenbruch in der Hand zu. Ihr beispielloser Einsatz rettete nicht nur ein Leben, sondern zeugte von außerordentlicher Zivilcourage.
Hintergrund der Verleihung
Die Saarländische Rettungsmedaille am Bande ist eine staatliche Anerkennung des Bundeslandes Saarland für Menschen, die unter Einsatz ihres eigenen Lebens Rettungstaten durchgeführt oder eine der Allgemeinheit drohende erhebliche Gefahr für Leben und Gesundheit abgewendet haben und dabei besonderen Mut und Opferwilligkeit gezeigt haben.
Ist die Rettung unter besonders schwierigen Umständen, aber ohne unmittelbare Lebensgefahr ausgeführt worden oder ist die Rettungstat trotz opferbereiten Einsatzes ohne Erfolg geblieben, so wird eine öffentliche Belobigung ausgesprochen. Dies gilt auch dann, wenn die Rettungsmedaille bereits wegen einer früheren Rettungstat verliehen worden ist. Unter einer Öffentlichen Belobigung versteht man die Überreichung einer Urkunde durch den Innenminister im Rahmen einer Festveranstaltung.
„Die Saarländerinnen und Saarländer, die wir bei dieser Veranstaltung ehren, sind Paradebeispiele der Selbstlosigkeit, des Engagements für das Wohl anderer und der Opferbereitschaft. Einige dieser Personen setzten sogar ihr eigenes Leben aufs Spiel, um andere zu retten“, erklärte Innenminister Reinhold Jost.
„Die Geschichte hat gezeigt, dass Menschen, die Zivilcourage, Mut und Opferbereitschaft beweisen, die Macht haben, die Welt zu verändern. Doch nicht alle davon stehen im Rampenlicht. Auch die Heldinnen und Helden des Alltags, die im Stillen handeln, prägen das Gesicht unserer Gesellschaft in außerordentlichem Maße. Ihnen gebührt herzlichster Dank, tiefster Respekt und größte Anerkennung und ich freue mich sehr, dass wir den Einsatz dieser Personen mit einer Auszeichnung würdigen können. Sie sind lebende Symbole der Solidarität“, so der Minister weiter.
David Lindemann, Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei, ergänzt: „Wir feiern heute 34 Menschen, die nicht weggeschaut, sondern beherzt eingegriffen haben, als es darauf ankam, einem Mitmenschen in Not beizustehen. Ihre Taten sind lebendige Beispiele dafür, dass jeder und jede Einzelne einen großen Unterschied machen und Leben verändern kann. Wir danken ihnen für ihren Mut, ihre Selbstlosigkeit und ihren Einsatz für die Gemeinschaft.“
Quelle: Innenministerium des Saarlandes




