Hassmann IT-Forensik in Nonnweiler – Hier werden Verbrechen aufgeklärt

Marcus Haßmann (3. v. links) und sein Team

Sie werden von Gerichten, LKAs, dem BKA oder der Staatsanwaltschaft beauftragt, helfen bundesweit, Verbrechen und Straftaten aufzuklären und haben ihren Sitz im St. Wendeler Land, genauer gesagt, in Nonnweiler: Die IT-Forensiker von Hassmann IT-Forensik. Anhand von Datenerhebung, -aufbereitung und -analyse erstellen sie gerichtsverwertbare Gutachten, die den Angeklagten entweder überführen oder entlasten können. Marcus Haßmann, Gründer und Geschäftsführer der Hassmann IT-Forensik, hat wndn.de einen Einblick in seine Arbeit gegeben. Dabei hat sich gezeigt: der Job ist nichts für zarte Nerven.



Der Auftrag beginnt damit, dass den Sachverständigen für IT-Forensik das entsprechende Beweismaterial, das bei der Durchsuchung sichergestellt wurde, zugeschickt wird. Sie bieten auch an, Durchsuchungen zu begleiten, das kam in den knapp fünf Jahren, seit es die Hassmann IT-Forensik gibt, jedoch noch nicht vor. Das Beweismaterial besteht aus Handys, Laptops, Tablets etc. – Datenträgern, die ausgewertet werden sollen. Im Schnitt dauert es ca. zwei Wochen, bis die Daten der eingesendeten Geräte vollständig gesichtet sind und ein Gutachten erstellt werden kann. Manche Aufträge haben auch schon doppelt so viel Zeit in Anspruch genommen, dabei kommt es immer auf den Fall an. Die Geräte werden in Boxen in der Asservatenkammer aufbewahrt. Das gesamte Büro ist alarmgesichert, eine große, schwere Feuerschutztür bietet zusätzlichen Schutz vor Diebstahl. Zunächst wird geschaut, ob die Hardware beim Transport Schaden genommen hat, sollten sich Schäden feststellen lassen, so werden diese detailliert dokumentiert. Dann geht es ans Eingemachte: auf einer Matte werden die Geräte auseinandergebaut, Festplatten entfernt und ausgewertet.

Die Hassmann IT-Forensik hat schon mehrfach dabei geholfen, ein Verbrechen aufzuklären. Die Jahre der verhängten Haftstrafen vermag Haßmann nicht zusammenzuzählen. Bei ihrer Tätigkeit kommt ihm und seinen Mitarbeitern allerdings auch Bild- und Videomaterial unter die Augen, das schwer zu verkraften ist. Ein Mord oder schwere Vergewaltigungen waren Verbrechen, bei deren Aufklärung die Hassmann IT-Forensik mitgeholfen hat – und bei der Datenanalyse musste das entsprechende Material gesichtet werden, um alles zu dokumentieren und ein gerichtsverwertbares Gutachten erstellen zu können.

Deshalb ist es Haßmann wichtig, dass seine Mitarbeiter einen angenehmen Arbeitsplatz haben. Die Büroräume sind groß und hell, ein Büro wird jeweils von zwei Personen geteilt. Falls Ablenkung notwendig ist, bietet dies der Tischkicker im Aufenthaltsraum. Die Mitarbeiter werden grundsätzlich aufgefordert, darüber zu reden, wenn sie etwas belastet, damit sie es entsprechend verarbeiten können. Inzwischen hat die IT-Firma rund 1.000 Asservate ausgewertet. Mit der fortschreitenden Digitalisierung nehmen die Aufträge immer weiter zu. Um dem Gerecht zu werden, werden immer mehr Spezialisten in diesem Bereich benötigt. Seit 2014 kann man sich zu solch einem auch im Saarland ausbilden lassen. Die Saar-Uni bietet seitdem den Studiengang „Cybersicherheit“ an, der genau die Fähigkeiten vermittelt, die man für den Bereich IT-Forensik benötigt. Mit diesem Abschluss kann man entweder in der freien Wirtschaft oder bei der Polizei tätig werden. Studenten, die gerne ein Praktikum in der IT-Forensik absolvieren möchten, sind bei Hassmann IT-Forensik herzlich willkommen. In dem Fall einfach eine Bewerbung an das Unternehmen schicken.

wndn.de zu Gast bei Hassmann IT-Forensik in Nonnweiler. Marcus Haßmann hat uns durch seine Räumlichkeiten geführt und erklärt, wie seine Arbeit abläuft:

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