Gemeinschaftsschule Nohfelden-Türkismühle vernetzt sich mit 35 Betrieben

Ihre Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf ihr späteres Berufsleben vorzubereiten, ist das Anliegen der Gemeinschaftsschule Nohfelden-Türkismühle. Seit Jahren engagiert sich die Schule intensiv im Bereich der Berufs- und Studienorientierung. Hierfür wurde sie im Jahr 2015 von der gemeinnützigen Hertie-Stiftung Frankfurt am Main als „Stärkste Schule Deutschlands“ ausgezeichnet. Um ihr Konzept zur Berufs- und Studienorientierung weiterentwickeln zu können, hat sich die Schule nun im Rahmen eines von ihr initiierten Netzwerktreffens mit 35 Betrieben aus der Region vernetzt und eine intensivere Zusammenarbeit vereinbart.

Das gemeinsame Treffen mit den für die Ausbildung zuständigen Firmenvertretern fand in der Schülerbibliothek der Schule in Türkismühle unter dem Motto „Was kann unsere Schule für ihren Betrieb tun? – Interessenaustausch und Netzwerkaufbau“ statt. Die Schulleitung nutzte die Gelegenheit, neue Ansprechpartner kennen zu lernen und diesen ihr bereits bestehendes Berufsvorbereitungskonzept vorzustellen. Schulleiterin Monika Greschuchna betonte, wie wichtig die Partner aus der Wirtschaft für die beruflichen Entscheidungsprozesse der Schüler sind. Viele Netzwerkteilnehmer waren überrascht über das bestehende vielfältige Angebot der Schule. Anschließend stellten sich die Kooperationspartner der Schule vor, die sich um den Übergang von Schule und Beruf kümmern. Neben der Arbeitsagentur St. Wendel waren dies das Regionale Übergangsmanagement des Landkreises St. Wendel, ALWIS e. V. und SCHULEWIRTSCHAFT Saarland.

Anschließend nutzten die Vertreter der Betriebe einerseits die Gelegenheit, Fragen zum bestehenden Konzept zu stellen, andererseits nannten Sie auch konkrete Punkte, die aus Firmensicht an der Schule im Rahmen der Berufsorientierung umgesetzt werden sollten. Schulen sollten so beispielsweise ihre Schülerinnen und Schüler verstärkt auf die Vielfalt des Handwerks und die sich dort bietenden Weiterbildungsmöglichkeiten hinweisen. Außerdem wünschten sich die Firmenvertreter eine bessere Absprache und eine frühere Bekanntgabe der Praktikumszeiträume der verschiedenen Schulen im Kreisgebiet. Eine Aufgabe, um die sich der Netzwerkpartner SCHULEWIRTSCHAFT zukünftig kümmern wolle. Die Anregung, die Inhalte der Praktikumsberichtshefte zu überarbeiten, hat die Schule für das im April anstehende dreiwöchige Betriebspraktikum der Jahrgangsstufe 8 bereits umgesetzt. Weiterhin vereinbarte man den regelmäßigen Austausch freier Praktikums- und Ausbildungsplätze mit der Verpflichtung der Schule, diese direkt an ihre Schülerinnen und Schüler weiterzugeben. Besonders wichtig dabei ist es, dass die Schule zukünftig auch ihren Schülern die zuständigen Ansprechpartner der Betriebe mitteilen wird.

Gemeinsam soll im September dieses Jahres eine erste Berufsmesse mit regionalem Schwerpunkt an der Schule durchgeführt werden. Weiterhin vereinbarte man, dass je nach Bedarf Schülerinnen und Schüler die Betriebe besichtigen können und im Rahmen des Projektes „Azubis vor Ort“ Auszubildende an der Schule ihre Betriebe und Ausbildungsberufe vorstellen sollen. Außerdem nutzten die Firmen die Gelegenheit, sich zum einen selbst mit ALWIS und SCHULEWIRTSCHAFT, zum anderen aber auch untereinander zu vernetzen. Bemerkenswert daran ist, dass das Netzwerktreffen auch die Möglichkeit bot, dass sich die Beteiligten auch über die Kreis- und Bundeslandgrenzen vernetzen konnten, da auch viele Unternehmen aus Rheinlandpfalz der Einladung der Schule gefolgt waren.

Alle Beteiligten waren sich einig, dass sich dieses Netzwerktreffen regelmäßig wiederholen solle und dass die Zusammenarbeit kontinuierlich ausgebaut werden müsse. Schule und Betriebe sind gemeinsam dafür verantwortlich, dass Schülerinnen und Schüler die ihren Interessen entsprechenden Berufe kennen lernen können. Alle können so von diesem Netzwerk profitieren: Die Schüler finden den Beruf, der ihn Spaß machen wird, die Schule kann durch den Input der Betriebe ihr Berufsorientierungskonzept weiterentwickeln und die Betriebe bekommen die Möglichkeit, ihren potentiellen Nachwuchs frühzeitig kennen zu lernen.

Die Schule würde sich freuen, wenn sich weitere interessierte Betriebe am Netzwerk beteiligen wollen (Kontakt über j.friedrich@gesnohfelden.de).

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