Gemeinschaftsprojekt der drei Bosener Chöre war ein voller Erfolg

Bosen-Eckelhausen. Zu einem Adventskonzert hatte die Gemeinschaft der Bosener Chöre am 4. Adventsonntag in die katholische Kirche Mariä Himmelfahrt nach Bosen eingeladen. Bereits zwei Wochen zuvor war das Konzert ausverkauft. Und so war die kleine Kirche am Abend des 4. Advent schließlich bis auf den letzten Platz besetzt.

Es war das erste Chorprojekt dieser Art in Bosen-Eckelhausen. Der katholische Kirchenchor „Cäcilia“ Bosen-Eckelhausen und der evangelische Kirchenchor Bosen bilden bereits seit drei Jahren eine Singgemeinschaft. Bei diesem Projekt wirkte nun auch der MGV „1898“ Bosen mit. Anfang 2019 haben sich die drei Vorstände entschieden, die Sache anzugehen. „Wir wollten den Sängern und den Zuhörern zeigen, welch musikalisches Potential auch in einem kleinen Ort gehoben werden kann, wenn alle an einem Strang ziehen,“ so Michael Dietz vom kath. Kirchenchor, Initiator des Projekts. Der Einsatz hat sich gelohnt. Die Chorgemeinschaft konnte einige Projektsänger hinzugewinnen und vereinte schließlich unter der Leitung von Karl Heinz Prem 50 Sängerinnen und Sänger auf der Bühne beziehungsweise im Altarraum der Bosener Kirche.

Eröffnet wurde das Konzert durch den MGV Bosen, der mit vier adventlichen Liedern in den Abend einstimmte. Die folgende Viertelstunde war ganz vom Streicherensemble „Floreat Musica“ geprägt, die das Concerto grosso op. 6 No. 8 von Archangelo Corelli, das sog. Weihnachtskonzert, zu Gehör brachten. „Wenn wir schon mal so ein gut besetztes Ensemble im Ort haben, wollten wir das auch auskosten“, erklärt Michael Dietz. Bürgermeister Andreas Veit sprach einige Gedanken zum Advent, dass man eben manche Dinge im Leben auch einfach erwarten müsse. So sei es auch mit Weihnachten. Es folgte schließlich das Hauptwerk des Abends, das Weihnachtsoratorium von Heinrich Fidelis Müller von 1871, eine bildliche und volkstümliche Erzählung der Weihnachtsgeschichte. Dem Wunsch des Komponisten folgend wurde die Wirkung der Musik durch bildliche Darstellungen der Weihnachtsgeschichte verstärkt. Wolfgang Rother vom MGV Bosen hatte eigens Aufnahmen der verschiedenen Krippenszenen direkt in der Bosener Kirche vorgenommen, die in großem Format und gesäumt vom Sternenhimmel in den Altarraum projiziert wurden. Martina Veit (Sopran), Thomas Martin (Tenor) und Michael Dietz (Bass) führten mit ihren Soli durch die Weihnachtsgeschichte von der Sehnsucht nach dem Erlöser über die Verkündigung an Maria, die Hirten im Feld und bei der Krippe bis zur Anbetung durch die drei Weisen, die immer wieder vom Chor mit volkstümlichen Weihnachtsliedern unterbrochen wurden. All dies unter der Begleitung des Streicherensembles und Johannes Bernarding an der Orgel. Das Publikum spendete den Sängern und Musikern lang anhaltenden Applaus und belohnte so für die lange Zeit der Vorbereitung. Abschließend stellte Karl-Wendel Brill als Vorsitzender des MGV Bosen fest, dass sich der Mut, dieses Projekt anzugehen, gelohnt habe. Bevor man auseinander ging, schlossen Sänger, Musiker und Zuhörer das Konzert mit dem gemeinsamen Schlusslied „Macht hoch die Tür“.

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