Geldanlagen: Wie man Risiko und Sicherheit verbindet!

Insbesondere als durchschnittlicher Geldanleger ohne große Rücklagen muss man Risiken von Investitionen stets im Blick haben, um die Chancen genießen zu können. Dennoch entscheidet sich nicht jeder für relativ sichere Anlageklassen, bei denen man die Sicherheit mit niedrigen Renditechancen bezahlt. Einige Anleger bevorzugen Anlagestrategien wie CFD-Trading, bei denen man mithilfe von Hebeln viel gewinnen, aber auch verlieren kann. Wer auf solche Strategien setzt und Risiken dennoch reduzieren möchte, sollte zumindest auf Diversifikation setzen und sein Investment streuen. 

Beim CFD-Trading setzt man auf steigende oder fallende Kurse

„CFD“ steht für „Contract for Difference“ (Differenzvertrag). Als Anleger schließt man beim CFD-Trading einen Vertrag mit einem Broker ab und setzt beispielsweise bei einem Finanzprodukt mit einem Kurswert X auf einen steigenden oder fallenden Kurs. Trifft die Vorhersage ein, erhält man einen Gewinn. Entwickelt sich der Kurs des Finanzprodukts anders, verliert man Geld.

CFDs sind sogenannte Derivate. Ein Derivat bezieht sich immer auf ein anderes Finanzprodukt, auf dessen Kursentwicklung man „wettet“. Hierbei kommen verschiedene andere Finanzprodukte wie etwa Aktien, Aktienindizes, Währungen oder Rohstoffe infrage. Mit der Entscheidung für CFDs legt man sich also nicht fest. CFDs gibt es als Produkte mit einem sogenannten Hebel. Bei einem Hebelprodukt kann man mit einer Summe X das Vielfache der Summe investieren, weil einem der Broker das restliche Geld quasi leiht.

So gewinnt man im Bestfall viel mehr, als ohne den Hebel möglich gewesen wäre. Auf der anderen Seite kann man auch viel mehr Geld verlieren. Man hat also höhere Chancen und zugleich ein erhöhtes Risiko. Wer es etwas weniger riskant liebt, federt Risiken auch bei Derivaten mit einer guten Diversifikationsstrategie ab.

Diversifikation schützt vor Risiken wie der Dotcom-Blase

Mit Diversifikation ist die Geldanlage in Finanzprodukte unterschiedlicher Art gemeint. Sie vergrößert die Chance, mögliche Verluste bei einem Finanzprodukt oder einer Gruppe von Finanzprodukten durch Gewinne bei anderen Finanzprodukten oder Produktgruppen auszugleichen. Ein Beispiel für eine Diversifikation ist die Investition in Wertpapiere aus unterschiedlichen Branchen. Natürlich kann es lukrativ sein, sich auf eine bestimmte boomende Branche zu fokussieren, allerdings birgt das auch Risiken. Das hat beispielsweise die sogenannte Dotcom-Blase gezeigt.

Gemeint ist mit Dotcom-Blase die überschwängliche und letztlich die Wirtschaftskraft vieler Unternehmen überbewertende Nachfrage nach Aktien aus den Bereichen Internet und neue Medien gegen Ende der 90er Jahre. Die Blase platzte im März 2000, als immer mehr Menschen bewusstwurde, dass viele der börsennotierten Unternehmen der sogenannten „New Economy“ das investierte Geld nicht wert waren. Damals verloren viele enthusiastische Kleinanleger viel Geld. Das ist lange her. Und es ist natürlich kein Grund, nie mehr in Unternehmen rund um das Internet und Neue Medien zu investieren. Fortschritte in Bereichen wie Künstliche Intelligenz bergen weiterhin Investitionschancen. Dasselbe gilt für den Ausbau der mobilen 5G- und der Glasfasernetze, der auch im Landkreis St. Wendel fortschreitet und schnelles Internet für Orte wie Berschweiler und Urexweiler bringt.

Aber das Beispiel „Dotcom-Blase“ zeigt die Gefahr, die von einer Geldanlage in eine einzige Branche ausgeht. Eine kluge Diversifikationsstrategie mit der Investition in unterschiedliche Branchen reduziert das Risiko, was bei der Investition in ohnehin spekulative Finanzprodukte wie CFDs oft noch wichtiger wird.

Diversifikation geht auch anders

Mit Diversifikation ist nicht allein die Geldanlage in verschiedene Branchen gemeint. Man kann auch in Wertpapiere von Unternehmen verschiedener Länder investieren. So könnte man sich beispielsweise dafür entscheiden, Geld in Unternehmen verschiedener Länder aus dem Bereich Cybersicherheit anzulegen. Allerdings zeigt das Beispiel Dotcom-Blase, dass so etwas keine 100-prozentige Sicherheit bietet. Trifft eine Krise eine Branche global, ist die Investition in Unternehmen dieser Branche aus verschiedenen Ländern kein Schutz.

Investiert man in Wertpapiere aus verschiedenen Ländern und Branchen, führt man die Diversifikation einen Schritt weiter und erhöht den Schutz. Natürlich kann man im Rahmen einer Diversifikation auch in verschiedene Anlageklassen investieren. Eine beliebte Kombination sind beispielsweise Aktien und Gold, wobei Gold als der sicherheitsorientierte Anteil der Investition dient. Bei Finanzprodukten mit fester Laufzeit ist die Geldanlage in Papiere mit unterschiedlicher Laufzeit eine weitere Art der Diversifikation. Durch die unterschiedlichen Laufzeiten wird verhindert, dass sämtliches investiertes Geld zum selben Zeitpunkt freigesetzt wird, der möglicherweise ungünstig für eine Neuinvestition ist.

Investieren sollte man stets mit Bedacht

Bei einer Diversifikation sollte man strategisch vorgehen und auf möglichst viele gute Informationen setzen. Worauf es ankommt und welche Fehler bei der Diversifikation von Geldanlagen möglich sind, verrät beispielsweise der FAZ-Artikel „Die Mischung macht’s“. Wer mit Bedacht investiert, investiert richtig, macht bestenfalls aus Geld mehr Geld und minimiert seine Risiken. Insbesondere für Kleinanleger ist gute Diversifikation dafür fast schon ein Muss.

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