Freiwillige Feuerwehr Nonnweiler spendet Hilfsgüter ins Katastrophengebiet

(Foto: Freiwillige Feuerwehr Nonnweiler)

Wie vielerorts, hatte auch der Löschbezirk Kastel der Freiwilligen Feuerwehr Nonnweiler eine Spendenaktion für die Opfer der Hochwasserkatastrophe gestartet. Die Reaktion nach einem entsprechenden Aufruf in den sozialen Medien war überwältigend. Neben einem stattlichen Geldbetrag kamen 15 Europaletten an Hilfsgütern zusammen, die im Feuerwehrgerätehaus zwischengelagert wurden: etwa 2.500 Liter Getränke, 120 Liter Desinfektionsmittel, Arbeitsschutzbedarf und vieles mehr, berichtete Björn Schorr, Löschbezirksführer in Kastel. Im Nachhinein kam noch eine größere Menge an Erste-Hilfe-Equipment hinzu.

Ebenso wie die Spendenaktion wurde die Verteilung der Hilfsgüter akribisch vorbereitet. Und so machten sich am Samstag, 24. Juli, gegen 5.30 Uhr 18 Feuerwehrangehörige mit fünf Fahrzeugen und zwei Anhängern auf den Weg ins linksrheinische Krisengebiet nach Nordrhein-Westfalen.

Nach gut zwei Stunden traf der Konvoi in Heimerzheim in der Gemeinde Swisttal (etwa in der Mitte des Dreiecks Bonn/Euskirchen/Brühl) ein. Dort war der Ortskern durch das Hochwasser der Swist verwüstet worden, so dass sich die Einsatzkräfte dazu entschlossen hatten, einen Großteil ihrer Ladung in der Sammelstelle des Ortes zu übergeben.

Weiter ging es ins 20 km entfernte Erftstadt-Bliesheim. Durch das Hochwasser der Erft war der Ort fast vollständig überflutet und teilweise evakuiert worden. Dort trafen die Einsatzkräfte aus dem Saarland Ortsbürgermeister Frank Jüssen, bei dem sich Löschbezirksführer Björn Schorr avisiert hatte.

Auf die Frage, wo aktuell Not am Mann sei, folgte durch den Ortsbürgermeister das Ersuchen, einem stark gebeutelten Landwirt unter die Arme zu greifen. Dessen großflächiges Getreidefeld war zu einem beträchtlichen Teil überschwemmt worden. Das Wasser hatte große Mengen an Schutt und Unrat dorthin gespült, vorwiegend Holzteile, auch mehrere Telegrafenmaste. Also unterstützte man den Landwirt, der seinen Teleskoplader einsetzte, tatkräftig beim Entrümpeln des Feldes.                                         

Die noch nicht entladenen Hilfsgüter – vorwiegend Arbeitsgeräte, Hygieneartikel und Erste- Hilfe-Material – übergaben die Einsatzkräfte aus Kastel schließlich in der Sammelstelle im Dorfgemeinschaftshaus Bliesheim.

Nach der Verabschiedung wurde gegen 15.30 Uhr der Heimweg angetreten.

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