Forschungsprojekte zum Thema künstliche Intelligenz am Umweltcampus in Birkenfeld vorgestellt

v. l. n. r.: Prof. Dr. Dartmann, Prof. Dr. Naumann, Frau Lezius, Prof. Dr. Norbert Kuhn (Präsident der HS Trier), Herr Steier und Prof. Dr. Gollmer im Labor für Cyberphysische Systeme (Fotografin: Julia Appel)

Die CDU-Bundestagsabgeordneten Antje Lezius und Andreas Steier waren an der Hochschule zu Gast und haben sich über die zahlreichen Projekte des Instituts für Softwaresysteme in den Feldern künstliche Intelligenz, Digitalisierung und Nachhaltigkeit informiert. Diese haben alleine am Standort Birkenfeld ein durch den Bund und auch Stiftungen gefördertes Volumen von über 3,2 Millionen Euro. Andreas Steier aus Trier ist Berichterstatter für Künstliche Intelligenz (KI) im Bundestagsausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung sowie Mitglied der Enquete-Kommission Künstliche Intelligenz des Deutschen Bundestages. Antje Lezius ist Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales und gleichzeitig Initiatorin einer Plattform für die Bündelung von Weiterbildungsangeboten.

„Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind die Schlüsselthemen für eine erfolgreiche Entwicklung unserer Gesellschaft“, stellte der Präsident der Hochschule Trier, Professor Norbert Kuhn in seiner Begrüßungsrede fest. Hier und auch in weiteren umweltrelevanten Bereichen hat der Standort Umwelt-Campus Birkenfeld sehr viele interessante Forschungsthemen und Lehrinhalte zu bieten. Gerade bei der Bewältigung der Klimakrise und der nachhaltigen Sicherung des Wohlstands in Deutschland können die Methoden der künstlichen Intelligenz essentielle Beiträge leisten.

Unter dem Motto „KI anfassbar machen“ stellten die Professoren Klaus-Uwe Gollmer und Guido Dartmann unter anderem ihre IoT-Werkstatt vor, mit der sie die Forschung um das Internet der Dinge (IoT) und die KI vorantreiben möchten. Bei einer so revolutionären Umwälzung, wie sie die Digitalisierung darstellt, ist die Mitnahme und Aufklärung der gesamten Gesellschaft wichtig und notwendig. Wir brauchen zukünftig nicht allein mehr Programmierer, sondern müssen kreative Ideen auch schnell zur Marktreife führen. Hier erweist sich die IoT-Werkstatt mit ihrer einmaligen Kombination aus Design Thinking, algorithmischen Denken und der Integration der analogen Welt in Form eines anfassbaren „Dings“ als interessantes Transferformat.

Die Werkstatt bildet auch die Basis für weitere vom Bund geförderte KI-Projekte am Campus. Zu nennen ist hier das Forschungsprojekt COSY, bei dem es um die didaktische Aufarbeitung von Verfahren des maschinellen Lernens geht, oder das Projekt IoT-Pilot zum Transfer der Werkstatt-Ideen in den Mittelstand.

Aber auch zur Anwendung von KI im Bereich des autonomen Fahrens (Projekt APEROL), der Analyse von medizinischen Daten (Projekt IMEDALytics) und zum Erschließen von Informationen aus Dokumenten (SEMANAS) wird am Umwelt-Campus geforscht.

Prof. Stefan Naumann stellte mit dem MINTcoach schließlich ein vom BMBF-gefördertes Projekt vor, bei dem Schülerinnen durch eine interaktive App und mittels Exkursionen für MINT-Themen, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, begeistert werden sollen. Dabei kommt KI als Werkzeug in Form von Entscheidungsbäumen bei der Handlungssteuerung zum Einsatz. Prof. Naumann ging auch auf das aktuell vom Bundesumweltministerium geförderte Projekt REFOPLAN ein, in dem Kriterien für die Ressourceneffizienz von Software entwickelt werden. An dessen Ende soll eine Zertifizierungsmethodik für einen „Blauen Engel“ für Software stehen und so einen aktiven Beitrag zu Digitalisierung und Nachhaltigkeit leisten.

Nach einer angeregten Diskussion ging es weiter in das Labor für Cyberphysische Systeme, bei der sich die beiden Besucher bei der Demonstration eines Schallortungstischs mit LED-Positionsanzeige selbst einen Eindruck von anfassbarer KI machen konnten.

Weiteren Rückenwind erhofft sich das Institut für Softwaresysteme jetzt von den angekündigten 3 Mrd. Euro Forschungsmitteln für künstliche Intelligenz sowie den geplanten Bundes-Fördermitteln zur Unterstützung von Fort- und Weiterbildung im Sinne des „Lebenslangen Lernens“. „Beide Felder würden ideal zu den Angeboten und Möglichkeiten von Hochschule und Institut passen“, so der Präsident der Hochschule. Die beiden Abgeordneten haben hier ihre Unterstützung zugesagt.

„Künstliche Intelligenz ist die Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts und beeinflusst bereits heute zahlreiche technische Prozesse in unserem Alltag. Die Arbeit am Umwelt-Campus Birkenfeld, welcher zur Hochschule Trier gehört, beweist, dass wir bei uns in der Region außerordentlich kluge und engagierte Köpfe haben, die die KI-Forschung nach vorne bringen. Das gilt es weiter zu fördern und den Wissenstransfer in die Wirtschaft zu verbessern“, sagt Andreas Steier (CDU).

„Ich bin erfreut zu sehen, wie gut die von der Bundesregierung ausgegebenen Fördergelder für künstliche Intelligenz in meinem Wahlkreis umgesetzt werden. Besonders das Engagement der Professoren und Mitarbeiter des Umwelt-Campus Birkenfeld, mit den Schulen und Unternehmen vor Ort, hat mich sehr beeindruckt“, so die heimische Bundestagsabgeordnete Antje Lezius.

Weitere Informationen zu den Aktivitäten der IoT-Werkstatt unter www.Iot-werkstatt.de und zum Institut für Softwaresysteme unter iss.umwelt-campus.de

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