Faszination Pilze unserer Heimat – Naturpark-Pilzwochen starten

Steinpilz Foto: © Naturpark Saar- Hunsrück_VDN- Fotoportal_Friedrich J. Flint

Sie sind weder Pflanze noch Tier – und auf ihre Art faszinierend in der Natur und in der Küche. In den Naturpark-Pilzwochen finden im Naturpark Saar-Hunsrück ab 05.09.2021 bis 31.10.2021 in Lebach, Eppelborn, Saarburg-Kell, Ruwer, Thalfang am Erbeskopf, Hermeskeil, St. Wendel, Weiskirchen, Losheim am See die beliebten sachkundig geführten Pilze-Exkursionen sowie Seminare statt. Die Pilzberatungsstelle im Naturpark-Informationszentrum in Weiskirchen startet am Montag, 13.09.2021, jeweils montags, 10.30 bis 12.30 Uhr, dienstags und freitags, 17.30 bis19.30 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Liste zu den familienfreundlichen Naturpark-Pilzexkursionen und zur Pilzberatung ist als Download auf der Internetseite www.naturpark.org unter der Rubrik „Aktuelles“ auf www.naturpark.org abrufbar.

Ob Marone, Pfifferlinge, Parasolpilz, Röhrlinge, Steinpilze, oder Täublinge, auf den Naturpark- Pilzwanderungen, gemeinsam mit den Pilz-Experten wird die faszinierende Welt der Pilze erkundet. Sie informieren, wie sich essbare von giftigen Pilzen unterscheiden lassen, welche giftigen oder ungenießbaren Doppelgänger es gibt und welche Merkmale wichtig für die Bestimmung der Pilzart sind. Unterwegs erfolgt eine fachkundige Einweisung, was beim Sammeln von Pilzen zu beachten ist und wie dies naturverträglich und gesetzeskonform erfolgen kann. Außerdem gibt es Tipps zur Zubereitung von Speisepilzen. Ebenso wird wichtiges Hintergrundwissen über die einzigartigen und vielfältigen Pilz-Organismen und ihre ökologische Bedeutung im Naturhaushalt vermittelt. Zum Ende der Exkursionen werden die Funde besprochen, bevor jeder Teilnehmende seine gesammelten Speisepilze nach Hause mitnehmen darf. Weitere Informationen: Naturpark-Geschäftsstelle in Hermeskeil, Tel. 06503/9214-0, info@naturpark.org.



Hintergrund:

Weltweit gibt es rund 140.000 verschiedene Pilzarten, davon rund 14.000 in Deutschland. Pilze der Wald- und Wiesengebiete sind von ihrem spezifischen Lebensraum abhängig und ihr Vorkommen variiert aufgrund der geologischen Gegebenheiten, auch im Naturpark. Pilze sind eine beliebte und gesunde kulinarische regionale Köstlichkeit und enthalten neben Kalzium und Magnesium auch Spurenelemente wie Mangan, Zink und Selen sowie Vitamine wie z. B. A, B, C und D. 100 g Pilze enthalten rund 3 g Eiweiß und damit mehr als die meisten Gemüsesorten. Sie sind nicht nur ein Gaumenkitzel, Pilze sind ausgesprochen gesund für Mensch und Waldökosysteme. In einem Waldboden gibt es viel mehr Pilze als Bakterien oder Kleintiere. Das wahre Leben der Pilze findet im Geheimen statt, unterirdisch oder in toten Bäumen. Pilze brauchen kein Sonnenlicht, um zu wachsen. Unter der Erde besteht der Pilz aus einem Netz von feinen Fäden, dem Myzel. Über der Erde erscheinen aber nur die kleinen Fruchtkörper, die wir als „Pilze“ bezeichnen. Pilze sind die Recyclingspezialisten, die alles zersetzen. Ohne Baum kein Pilz und ohne Pilz kein Baum.

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