Fast Food- ist das „schnelle Essen“ wirklich so schlecht wie sein Ruf?

Fast Food, was übersetzt „schnelles Essen“ heißt, strotzt bekanntermaßen nicht gerade vor Nährstoffen aber ist es wirklich so ungesund, wie immer behauptet wird? Pizza, Currywurst, Pommes mit Ketchup und Mayonnaise, Burger und Co stehen bei vielen Menschen mehrmals wöchentlich auf dem Speiseplan. Aber was geschieht, wenn wir zu viel davon essen? Ist es okay sich hin und wieder mal eine Junk Food-Sünde zu gönnen oder sollte man auf den „Food-Trash“ besser ganz verzichten? Diesen und weiteren interessanten Fragen sind wir, zusammen mit einer Ernährungsexpertin, auf den Grund gegangen.

Unter „Fast Food“ versteht man verarbeitete Lebensmittel, die in Kürze zubereitet sind. Das Thema „Zeit“ spielt eine bedeutsame Rolle in unserer Gesellschaft, denn im stressigen Alltag, ist sie genau das, was uns immer wieder fehlt. Unter diesem Aspekt, kommt das Junk Food dem ein oder anderen gerade gelegen. Aber was genau macht das „schnelle Essen“ eigentlich so ungesund? „Die Mahlzeiten aus den Schnellrestaurants bestehen überwiegend aus einfachen Kohlenhydraten – welche sehr schnell im Körper zu Glucose (Zucker) umgewandelt werden –, großen Mengen Salz und jeder Menge Fett. Zudem steht hier Quantität vor Qualität. Das Fleisch, welches bei den meisten Fast Food- Gerichten verwendet wird, stammt aus der Massentierhaltung. Das qualitativ minderwertige Futter und die mangelnde Bewegung der Tiere spiegelt sich im Fettprofil des Fleisches wieder. In Junk Food sind viele entzündungsfördernde Bestandteile enthalten und machen das darin enthaltende Fett noch gefährlicher für unseren Organismus. Aber nicht nur das Fett im Fleisch ist minderwertig, auch das Frittierfett ist häufig nicht für die heißen Temperaturen beim Frittieren gemacht beziehungsweise industriell so verändert worden, dass es alles andere als gesund ist. Zudem sind Fast Food-Gerichte regelrechte Kalorienbomben, liefern gleichzeitig aber kaum Nährstoffe, was auf Dauer zu gesundheitlichen Folgen führen kann. Einfache Kohlenhydrate werden sehr schnell verdaut und im Körper zu Glukose umgewandelt. Beim vermehrten Verzehr von einfachen Kohlenhydraten und Zucker steigt unser Blutzuckerspiegel rasch und sehr hoch an, weshalb unser Körper Insulin, das Hormon der Bauchspeicheldrüse, ausschütten muss, um die Glucose in die Zellen zu transportieren. Eine dauernde Anwesenheit von Insulin fördert die Fetteinlagerung ins Gewebe und somit die Entstehung von Übergewicht, was das Risiko für zahlreiche Erkrankungen erhöht. Bei einem zu schnellen und zu hohen Blutzuckeranstieg fällt dieser wieder sehr rasch ab, wodurch Heißhunger entsteht, der wiederrum mit ungesunder Nahrung gestillt wird und schon ist der Teufelskreis in Gange“, so Ernährungsberaterin Marina Hecht.

Die gefährliche Komposition

Der vermehrte Konsum von gesättigten tierischen Fetten in Verbindung mit Zucker kann neben einem Anstieg des Cholesterinspiegels langfristig unter anderem auch Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen. Darüber hinaus ist im „schnellen Essen“ immer eine ordentliche Portion Salz enthalten. Speziell bei Menschen mit Bluthochdruck kann das gefährlich werden, denn die Salzzufuhr stellt eine zusätzliche Belastung für unseren Herzkreislauf dar. Auch die künstlichen Zusatzstoffe wie etwa Geschmacksverstärker, Farbstoffe und Aromen sind nicht gesundheitsförderlich und minimieren unser Sättigungsgefühl. „All diese Zutaten schwächen auf Dauer das Immunsystem, können zu Mangelerscheinungen führen und bewirken ein Abhängigkeitsgefühl, das sich auch auf unsere Psyche negativ auswirken kann“, erklärt Hecht.

Gesundheitliche Folgen des vermehrten Fast Food Konsums

Unsere Ernährung beeinflusst nicht nur unsere Gesundheit, sondern auch unsere Figur und Leistungsfähigkeit. Nicht selten haben Fast Food Junkies schlechte Haut und Übergewicht, bis hin zu Adipositas. Ist man bereits adipös, sprich fettleibig, bedingt dies zwangsläufig eine Insulinresistenz bis hin zu Diabetes, Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck. Dieser Zusammenschluss von Erkrankungen nennt man „Metabolisches Syndrom“.

Fazit

„Es ist nicht von der Hand zu weisen: Fast Food macht auf Dauer krank und dick. Die Kombination aus ungesunden Inhaltsstoffen birgt drastische Konsequenzen für unsere Gesundheit. Daher empfehle ich, sich weitestgehend abwechslungsreich und gesund zu ernähren, mit frischen und unverarbeiteten Lebensmitteln zu kochen und zu entschleunigen. Machen Sie aus dem „Fast-Food“ ein „Slow-Food“. Ein selbst gemachter Burger mit Vollkorn Bun, qualitativ hochwertigem Pattie-Fleisch, garniert mit frischem Gemüse und einer Portion Käse, hat eine ganz andere Wertigkeit und Wirkung auf unseren Körper.“, so die Fachfrau.

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