Umweltministerium stellt ESV insgesamt rund 250.000 Euro

EU-Wasserrahmenrichtlinie: Kläranlage Leitersweiler muss nachgerüstet werden

Symbolbild

Das Abwasser der Ortsteile Leitersweiler (Gemeinde St. Wendel), Steinberg-Deckenhardt (Gemeinde Oberthal) und Sötern (Gemeinde Nohfelden) wird in den Kläranlagen vor Ort behandelt. Die Abwasserbehandlung umfasst bislang eine mechanische Vorreinigung und Behandlung. Im Rahmen der Maßnahmen, die hälftig durch das Umweltministerium finanziert werden, ist für alle drei Kläranlagen die Nachrüstung einer Phosphorfällung vorgesehen. Dazu soll aus einem Dosiercontainer mit Platz für zwei Fällmittel-Behältern mittels Dosierpumpen Fällmittel in das Belebungsbecken dosiert werden.

Abwasser ist ein, durch Gebrauch in seinen natürlichen Eigenschaften und Inhaltsstoffen, verändertes Wasser. Hierzu zählt auch das häusliche Schmutzwasser. Bevor das Abwasser wieder dem natürlichen Wasserkreislauf zugeführt werden darf, ist aus Gründen der Hygiene und des Gewässerschutzes eine Reinigung des Abwassers erforderlich. Diese erfolgt im Saarland in den Kläranlagen des Entsorgungsverbandes Saar (EVS). Die Kläranlagen entsprechen den Vorgaben der Abwasserverordnung und halten die dort geforderten Grenzwerte sicher ein.

Im Zuge zusätzlicher Anforderungen der EU-Wasserrahmenrichtlinie sollen 21 Kläranlagen im Saarland um eine weitere Stufe, einer sogenannten Phosphorfällung, nachgerüstet werden. Ziel ist die weitere Verbesserung des Zustands der Gewässer durch Reduzierung der Belastung mit dem Nährstoff Phosphor. Daher werden auch die Kläranlagen in Leitersweiler, Steinberg-Deckenhardt und Sötern mit einer solchen Reinigungsstufe nachgerüstet. Das Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz beteiligt sich an dem Vorhaben diese Kläranlagen nachzurüsten mit circa 250.000 Euro aus Mitteln der Abwasserabgabe.

„Vor allem sauberes Wasser ist ein Thema, das uns alle berührt und das alle angeht“, betont Umweltministerin Petra Berg. „In den 131 saarländischen kommunalen Kläranlagen wird das anfallende Abwasser nach den Vorgaben der Abwasserverordnung gereinigt. Damit diese Reinigung den Anforderungen an die Gewässergüte gemäß Wasserrahmenrichtlinie entspricht, muss die Um- und Nachrüstung einiger Kläranlagen sichergestellt werden. Die gute Zusammenarbeit mit dem EVS ist eine Voraussetzung für eine schnelle Umsetzung.“

Die beiden EVS-Geschäftsführer kommentieren: „Die saarländischen Gewässer unter Einhaltung aller EU-, bundes- und landesrechtlichen Vorgaben zu schützen und dafür alle Kläranlagen rund um die Uhr funktionsbereit zu halten, ist eine große Herausforderung“, so Stefan Kunz. „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ganz unterschiedlicher Sparten – von den Fachkräften für Abwasserreinigung, über Elektriker und Schlosser bis hin zu den Ingenieurinnen und Ingenieuren arbeiten beim EVS dafür alle Hand in Hand“, ergänzt Holger Schmitt.

Quelle: Umweltministerium

Weitere interessante Artikel:

ANZEIGEN

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Blätterbarer Katalog-2024 mit 48 Seiten: