„Es ist eine Freude, hier Messe zu feiern“: Bischof Ackermann feierte Pontifikalamt in Tholey

Im Rahmen der Veranstaltungen zur Wiedereröffnung der Abteikirche hat am Samstagabend (26.09.) der Bischof von Trier, Dr. Stephan Ackermann, ein Pontifikalamt gefeiert.

Abt Mauritius Choriol: Universalität der christlichen Botschaft

Abt Mauritius Choriol OSB begrüßte den Bischof zu Beginn der feierlichen Messe in seiner Ansprache. Man lebe in einer Zeit voller Umbrüche, die auch die Kirche träfen. Papst Franziskus habe aber gefordert, „in die Welt hineinzuwirken“. In der Tholeyer Abtei begegneten sich Menschen. Die Fenster von Richter und Maqsoodi könnten Glaubensimpulse geben. Es könne verwundern, dass Gerhard Richter – der als junger Mann aus der (evangelischen) Kirche ausgetreten war – sein letztes Werk der Abtei geschenkt habe. Die Richter-Fenster zeigten aber, wie Glaubende und Suchende in einen Dialog treten könnten. Und die neuen Fenster der muslimischen Künstlerin Mahbuba Maqsoodi zeigten die Universalität der christlichen Botschaft.

Dem Bischof dankte der Abt für die Unterstützung: „Das Bistum Trier hat uns auch in schwierigen Zeiten nie aufgegeben.“

Bischof Stephan Ackermann: „Kraftort des Glaubens“

Bischof Dr. Stephan Ackermann (Mitte) und Abt Mauritius Choriol (Zweiter von links) während des Pontifikalamts in der Abteikirche Tholey (Foto: Anton Didas/Abtei Tholey)

Der Bischof ging in seiner Predigt auf das Gleichnis vom verlorenen Sohn im Lukas-Evangelium (Lk 15,11–32) ein. Der verlorene Sohn sei aus Heimweh zum Vater zurückgekehrt. Sodann stellte der Bischof einen Bezug des Gleichnisses zu sakralen Räumen her. Kirchen seien Räume der Erinnerung und des Heimwehs, in denen man spüren könne: „Es gibt die Güte Gottes“. Er habe die Hoffnung, dass Menschen, die durch Kunst an einen solchen Ort kämen, zum Nachdenken angeregt werden. Er wünsche sich, dass in Menschen, die nach Tholey kommen, die „Erinnerung an die Geborgenheit Gottes wach wird.“ Und er hoffe, dass viele in der wiedereröffneten Abteikirche Inspiration finden, so dass dieser ein „Kraftort des Glaubens“ werde.

Am Ende der Messe beglückwünschte der Bischof die Abtei: „Es ist eine Freude, hier Messe zu feiern!

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