Erfolgreicher Auftakt: KuLanI

Als Klaus Brill, damals Journalist der Süddeutschen Zeitung, vor 15 Jahren für ein Buch recherchierte, lernte er den Regionalentwicklungsverein „Kultur-Landschafts-Initiative St. Wendeler Land“ (KuLanI) kennen. „Ich war erstaunt, dann skeptisch und dann begeistert. Wie kann es sein, so dachte ich, dass just in der Region, die ich nicht allein aus alter Verbundenheit mit meinem Heimatdorf Alsweiler als Beispiel gewählt hatte, um die Mechanismen der Globalisierung zu beschreiben, schon eine Gruppe existiert, die sich mit haargenau denselben Fragen beschäftigt?“, erinnerte sich Brill. Worte, die er während einer KuLanI-Veranstaltung sprach, mit der der Startschuss zum LEADER- Bewerbungsprozess fiel. Denn der Verein möchte sich erneut um EU-Fördergelder – LEADER ist ein Maßnahmenprogramm der EU – bemühen. Dafür ist eine ausgeklügelte Bewerbung notwendig. Die die KuLanI gemeinsam mit den Bürgern des St. Wendeler Landes erarbeiten möchte. Über 100 Teilnehmer, davon 50 vor Ort und über 50 über Video hinzugeschaltet, haben an dieser Auftaktveranstaltung teilgenommen.

„Die erfolgreiche Arbeit der KulanI muss fortgesetzt werden – denn gebe es die KuLanI nicht, müsste man sie erfinden“, ist der St. Wendeler Landrat Udo Recktenwald überzeugt. Auch er war Gast der Auftaktveranstaltung. Seit über 25 Jahren gibt es die KuLanI. In drei LEADER-Förderperioden hat der Verein über 6 Millionen Euro in die Region gebracht. Geld, das in über 75 Projekte gesteckt wurde, die die Region voranbringen sollen; dies analog zum „KuLanI Dreimaldrei“: Die Nutzung der drei lokalen Ressourcen Natur, kulturelles Erbe und die Bevölkerung, um die regionale Wertschöpfung zu steigern, die ökologische Nachhaltigkeit zu verbessern und die kulturelle Identität zu steigern.



„Unser Dreimaldrei spiegelt sich in unseren vier Handlungsprogrammen Lokalwarenmarkt, Energie-, Kultur- und Bildungsprogramm wieder“, erläuterte der KulanI-Vorsitzende Thomas Gebel. „Wir sehen uns als Impulsgeber und Partner in und für die Region, um die Region voranzubringen, neben dem Landkreis St. Wendel und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft St. Wendeler Land als dritte Säule der Regionalentwicklung“, ergänzt Gebel.

Eine Arbeit, die auch in Saarbrücken wahrgenommen und anerkannt wird. Dies bestätigte der saarländische Umweltminister Reinhold Jost, der ebenso der Auftaktveranstaltung beiwohnte. Und der der KuLanI eindrücklich ans Herz legte, sich erneut zu bewerben.

Wie geht’s weiter
„Wir starten jetzt den Prozess, und dies zunächst in Themen-Workshops“, sagte Thomas Gebel. „Jeder kann sich an diesen beteiligen, mitdiskutieren, mitgestalten, eigene Ideen zum Wohle unserer Region einbringen“, so Gebel weiter. Eine Anmeldung sei jedoch notwendig.

Die Workshops finden jeweils um 18 Uhr im UTZ in St. Wendel, Werschweilerstraße 40, statt:
Lokalwarenmarkt: Dienstag, 5. Oktober 2021
Energie- und Klimaschutzprogramm: Dienstag, 12. Oktober 2021
Bildungsprogramm: Donnerstag, 14. Oktober 2021
Kulturprogramm: Donnerstag, 21. Oktober 2021
Anmeldungen zu den einzelnen Workshops und weitere Informationen auf www.kulani.de.

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