eCatalog Conference in St. Wendel feierte Jubiläum

St. Wendel. „Wie bauen andere Firmen ihre Konfiguratoren auf, wie lösen diese das Problem, eine Million Produkte unter einen Hut zu bringen? Hier bekomme ich auf diese Fragen kompetente Antworten“, Barbara Omlor vom Marketing der Hydac Filtertechnik (Sulzbach) war zum zweiten Mal bei der 10. eCatalog Conference im Golfhotel St. Wendel dabei. „Sehr wichtig ist mir hier auch der Erfahrungsaustausch mit Kollegen aus den Marketing, Vertrieb und Konstruktion“, gab die Marketingexpertin einen weiteren Grund für ihre Teilnahme preis.

Das Jubiläum der zweitägigen Konferenz der einheimischen KiM GmbH verzeichnete mit über 120 teilnehmenden Führungskräften von rund 50 europäischen Bauteile-Herstellern Rekordbesuch. Gerne nutzten die Gäste die Chance, sich umfassend über die Neuigkeiten im Bereich elektronischer Produktkataloge und vertriebsunterstützender Software zu informieren. Mit der „Helioz Group“ war erstmals eine Firma aus den USA vertreten.

Seit 2009 organisiert KiM zusammen mit Partnern die eCatalog Conference. KiM legt den Schwerpunkt auf intelligente 3D-Visualisierungen und CAD-Daten, crossbase (Böblingen) entwickelt Datenbanken zur Bereitstellung von Produktinformationen in verschiedenen Ausgabemedien, während Plan Software (Saarbrücken) auf Produkt-Konfiguratoren spezialisiert ist. Seit zwei Jahren ist Ergosign, ebenfalls aus Saarbrücken, ein Partner dabei, der einzigartige User Interfaces für Industrieanwendungen gestaltet, optimiert und implementiert. So stand das Jubiläum auch ganz im Zeichen der Synergie. Im Partner-Showcase gab es Antworten auf die Frage, wie die Lösungen der vier Partner miteinander verankert sind.

 

KiM-Geschäftsführer Achim Angel erläuterte das Ziel der Konferenz: „Hersteller von erklärungsbedürftigen, technischen Produkten mit hoher Teilevielfalt wollen möglichst schnell detaillierte Informationen zu ihren Produkten übermitteln. Die Schwierigkeit liegt darin, komplexe Produkte möglichst einfach verkaufen zu können. Erreicht wird dies durch Konfiguratoren wie etwa im Automobil-Bereich, CAD/BIM-Daten oder Live-3D-Visualisierung.“

Marc Wöhner von Siemens AG, Regensburg, Energy Management Division, verdeutlichte in seinem Vortrag „Generative Erstellung von Engineeringdaten“ die Zusammenarbeit mit der KiM GmbH. Wöhner: „Vor acht Jahren haben wir mit KiM einen Partner gefunden, der uns hilft, Daten, speziell CAD-Daten, zu erzeugen. Wir wollten mit dem CAD-Generator Daten erstellen, etwa für Maßzeichnungen, Produktfotos, 3D-Modelle, Verpackungsaufkleber, Geräteschaltpläne oder Konfiguratoren/Zusammenbau-Grafiken. Die Frage war, was soll erzeugt werden, nach welchen Regeln, für welche Anteile?“

Mittels des von KiM entwickelten ccDesigner konnte Siemens diese Fragestellungen lösen. Wie das funktioniert, zeigte Wöhner am Beispiel der Konfiguration eines Schaltschranks im Internet. Die Basis bilden dabei 3D-Elemente, denen eine Menge von Informationen hinterlegt sind. Mit Drag & Drop zieht man die einzelnen Komponenten in das virtuelle Modell und baut so Stück für Stück den Schrank auf. Dabei kommt der neue ccAssember Online von KiM zum Einsatz, der spezielle Fangpunkte in den Modellen nutzt. So wissen Komponenten wie Kabel oder Steckverbindungen genau, wo sie hingehören. Ein nachgelagertes Programm berechnet die benötigte Verkabelung inklusive der exakten Kabellängen und den erforderlichen Verbindungen. Diese Daten werden an eine „Kabelmaschine“ transportiert, die die Kabel in entsprechender Größe produziert. Gleichzeitig werden Stückliste, Preisliste und kundenspezifische Daten generiert.

Fotos: Gog Concept

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