Digitale Freizeit: Internet und Smartphone dominieren die Freizeitaktivitäten der Deutschen

Die Freizeitgestaltung der Deutschen wird immer digitaler: Die Neuen Medien übernehmen die Spitzenpositionen unter den beliebtesten Freizeitaktivitäten der Bundesbürger, wie der Freizeit-Monitor 2021, durchgeführt durch die Stiftung für Zukunftsfragen, eindeutig aufzeigt. Das Fernsehen, das in den letzten drei Jahrzehnten die Freizeitgestaltung der Deutschen dominiert hatte, musste unlängst den Thron aufgeben und für das Internet Platz machen, welches in diesem Jahr neuerlich seine Vorherrschaft ausbauen konnte. Mit dem kontinuierlich rasanten technischen Fortschritt und dem andauernden flächendeckenden Netzausbau für schnelleres Internet auch in der Region wird das Internet immer einfacher und besser zugänglich. Das WWW lockt im Zuge dessen mit seiner unermesslichen Anziehungskraft und schieren Vielfalt an Unterhaltungsmöglichkeiten inzwischen fast alle Bürger. Darauf wird allerdings nicht nur am PC zugegriffen, sondern auch das Smartphone gewinnt als Taschencomputer und Spielkonsole für unterwegs stetig im Alltag der Deutschen an Bedeutung. In der Freizeit auf ein vielfältiges Entertainmentangebot zuzugreifen, war noch nie so einfach.

Freizeit-Monitor 2021: Das Internet übernimmt den Thron

Die Stiftung für Zukunftsfragen untersucht und analysiert bereits seit den 80ern das Freizeitverhalten der Bundesbürger, um Trends und Entwicklungen zu erkennen und Chancen und Möglichkeiten für die Zukunft zu ermitteln. Seitdem der Fernseher in den Wohnzimmern der Deutschen Einzug gehalten hatte, stellte er die Freizeitbeschäftigung Nummer eins dar. Über drei Jahrzehnte lang hielt die Mattscheibe ihre Spitzenposition – bis 2020 das Internet erstmals aufholen und das Fernsehen vom Thron stoßen konnte. Im digitalen Zeitalter von heute stellt die Nutzung des WWW die absolute Lieblingsaktivität der Deutschen in ihrer Freizeit dar. Diese Vorherrschaft konnte das Internet 2021 weiter ausbauen: In der Befragung zum Freizeit-Monitor gaben insgesamt 97 Prozent an, dass sie mindestens einmal wöchentlich das Internet verwenden. Dementsprechend ist bereits fast ganz Deutschland (zwischen 18 und 74 Jahren) online unterwegs.

Doch obwohl das Fernsehen mit nur 88 Prozent auf den zweiten Platz gerutscht ist, heißt das dennoch nicht, dass die Deutschen kein Fernsehen mehr schauen. Vielmehr verändert sich die Art und Weise, wie auf Filme und Serien zugegriffen wird, im Zeitalter des Internets zusehends. Mit zahlreichen in Deutschland verfügbaren Streaming-Diensten wie Netflix, Amazon Prime Video, Sky Ticket und Co. sowie den Online-Mediatheken der Fernsehsender ist inzwischen von A bis Z, vom Tatort bis zum Hollywoodfilm alles auf Abruf im Internet verfügbar. Dass das lineare Fernsehen an zweite Stelle rutscht, ist bei der Vielfalt an Sendungen im Netz damit kaum verwunderlich.

Smartphones gewinnen an Bedeutung

Doch nicht nur stationär oder am Laptop wird auf das Internet zugegriffen, denn auch das Smartphone nimmt in der Freizeit der Deutschen eine stetig wichtigere Rolle ein. In Deutschland beläuft sich die Anzahl der Smartphone-Nutzer laut Statista bereits auf über 60 Millionen, was sich in der Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen auf 98,1 Prozent und bei den 30- bis 39-Jährigen auf 97,8 Prozent beläuft. Ein Alltag ohne Smartphone ist damit für die meisten kaum noch vorstellbar.

Das zeigt sich auch in den bevorzugten Freizeitaktivitäten der Deutschen. So gaben bei der Befragung zum Freizeit-Monitor 75 Prozent der Befragten an, dass sie mindestens wöchentlich das Smartphone verwenden. Bei der schieren Vielfalt an Möglichkeiten, die das Smartphone inzwischen mit sich bringt, ist dies verständlich. So entwickelt es sich mit Anwendungen wie Navigationssystemen, Kochbüchern, Musik-Diensten und vielem mehr zum Alltagshelfer in allen Situationen. Auch für soziale Medien kommt das Smartphone verstärkt zum Einsatz. So gaben 62 Prozent der Befragten an, wenigstens einmal wöchentlich Social-Media-Angebote zu nutzen.  

Das Mobilgerät ist die neue Konsole für unterwegs

Doch nicht nur in Alltagssituationen und zur Kommunikation kommt das Smartphone bei den Bundesbürgern verstärkt zum Einsatz, denn auch als Spielkonsole für unterwegs gewinnt der Taschencomputer in Deutschland stetig an Bedeutung. In Deutschland nehmen Videospiele eine immer wichtigere Rolle ein, sodass im vergangenen Jahr bereits sechs von zehn Deutschen zu Konsole, PC und Smartphone griffen, um in die Welt der Spiele einzutauchen. Während Games stetig im Alltag der Deutschen Einzug halten, kann allerdings keine andere Spielplattform dem Smartphone das Wasser reichen. Mit insgesamt 22,6 Millionen mobilen Spielern in Deutschland ist das Mobilgerät die absolute Lieblingsplattform zum Spielen für deutsche Bundesbürger. Die Spielkonsolen und der PC wurden damit mit 17 Millionen und 15,2 Millionen Spielern auf den zweiten und dritten Platz gestoßen.

Immer mehr Spieleentwickler aus sämtlichen Genres haben längst die Bedeutung des Smartphones erkannt und bringen Games jeglicher Art auf das Mobilgerät. So wurde bereits eine Vielzahl an Konsolen- und PC-Spielen auf das Smartphone portiert, um auch unterwegs spielbar zu sein. Unter anderem wurden bereits Top Titel wie PUBG, Minecraft und sogar League of Legends auf das Smartphone portiert. Doch nicht nur viele der beliebtesten Videospiele sind längst unterwegs spielbar, sondern auch Klassiker, die man früher nur analog gespielt hat. So kann man sich heute einfach am Smartphone mit Spielern aus aller Welt in einer Runde Schach messen, gegen eine im KI Skat antreten oder unterwegs bei einer Runde Solitär entspannen. Und sogar die traditionellen Spielautomaten haben bereits auf dem kleinen Smartphone-Bildschirm Einzug gehalten und werden von Online-Casinos mit vielen verschiedenen Designs angeboten. Im Zuge dessen ist das Smartphone inzwischen die Spielkonsole für die Massen, auf der mit sämtlichen Spielgenres für jeden Nutzer etwas Passendes dabei ist.   

Die Freizeitgestaltung der Deutschen befindet sich ganz im Zeichen der Digitalisierung: Das Internet gewinnt stetig an Bedeutung und stellt inzwischen die Freizeitbeschäftigung Nummer eins der Bundesbürger dar, während auch das Smartphone als Unterhaltungsmedium für unterwegs seinen festen Platz im Alltag der Deutschen eingenommen hat.

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