Die „Hiemesbiere“ soll in Remmesweiler erhalten bleiben

Fotograf: Kreisstadt St. Wendel, Josef Bonenberger

„Sortenerhaltung der Hiemesbiene“ heißt das Projekt, dass die Kreisstadt St. Wendel im Stadtteil Remmesweiler in Kooperation mit dem dortigen Obst- und Gartenbauverein ins Leben gerufen hat. Diese seltenen Bäume mir ihrer außergewöhnlichen Blütenpracht im Herbst können über zehn Meter hoch werden. Die Früchte der „Hiemesbiere“ sind klein, als Tafelobst nicht geeignet und daher auch wenig bekannt. Bereits Ende November ging das Projekt zum Erhalt der Bäume in die Umsetzung. Dabei werden die alten Baumbestände durch geeignete Schnittmaßnahmen gekräftigt, um so Neuaustriebe anzuregen. Damit besteht die Aussicht, das Baumleben deutlich zu verlängern und das vorhandene Altholz zu regenerieren.

Die „Hiemesbiere“ ist typisch für die Streuobstwiesen in Remmesweiler. Insgesamt rund 50 Altbäume sind noch im Bestand, davon zehn Stück auf Grundstücken der Kreisstadt St. Wendel. Auf Grund des hohen Alters der Bäume drohten die Bestände jedoch abzusterben.



„Wir freuen uns, dass wir mit diesem Projekt ein Stück Tradition bewahren,  der Natur etwas zurückgeben und den Remmesweiler Bürgerinnen und Bürgern ihre besondere Frucht erhalten können. Die „Hiemesbiere“ gehört einfach zu Remmesweiler“, so Bürgermeister Peter Klär.

In den kommenden Jahren werden auch junge Bäume gepflanzt, um den Bestand langfristig zu sichern. Dafür werden vorhandene Jungbäume stark zurückgeschnitten, was die Bildung starker neuer Triebe anregen soll. Die einjährigen Triebe bilden dann die Grundlage für die neuen Bäume und werden verpflanzt.

Im Sinne der Nachhaltigkeit stellen die Projektpartner sicher, dass die Nachpflege der geschnittenen Altbäume, die Erziehungsmaßnahmen an den neu gepflanzten Bäumen und natürlich die Verwertung der „Hiemesbiere“ erfüllt werden. Traditionell wird in Remmesweiler aus den Früchten Laxem – eine besondere Marmelade – gekocht  und Birnenschnaps gebrannt, was noch möglichst lang so bleiben soll.



Das Projekt wird im Rahmen der ländlichen Entwicklung vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und dem Umweltministerium des Saarlandes finanziell gefördert.

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