Zahlen aus dem Landkreis

Die Arbeitsmarktzahlen vom Mai 2021

Entwicklung im Saarland

Der Bestand an Arbeitslosen im Saarland ist den vierten Monat in Folge zurückgegangen. Insgesamt waren im Mai 36.913 Personen arbeitslos gemeldet, 1.103 weniger als im April. Die Zahl der von Arbeitslosigkeit Betroffenen lag deutlich unter dem Vorjahreswert (minus 3.143 bzw. 7,8 Prozent). Die Arbeitslosenquote – bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen – ging im Mai um 0,1 Prozentpunkte zurück und lag bei 7,0 Prozent. Im Vorjahresmonat hatte sie noch 7,5 Prozent betragen.

Arbeitslosenquoten aller saarländischen Landkreise im Vergleich

Landkreis St. Wendel: 3,7 Prozent
Landkreis Merzig-Wadern: 4,6 Prozent
Saarpfalz-Kreis: 5,1 Prozent
Landkreis Saarlouis: 5,8 Prozent
Landkreis Neunkirchen: 7,4 Prozent
Regionalverband Saarbrücken: 9,9 Prozent

Entwicklung im Landkreis St. Wendel

Nachdem die Zahl der arbeitslosen Menschen im Landkreis St. Wendel im März und April zurückgegangen ist, hat sich dieser Trend auch im aktuellen Monat fortgesetzt. Im Mai waren 1.782 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 63 weniger als im April. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter 182 Arbeitslose weniger gemeldet. Die Arbeitslosenquote lag mit 3,7 Prozent um 0,1 Prozentpunkte unter dem Wert des Vormonats und 0,4 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres.



Arbeitslosigkeit ist kein fester Block, Monat für Monat gibt es auf dem Arbeitsmarkt viel Bewegung: Menschen melden sich arbeitslos, andere beenden die Arbeitslosigkeit beispielsweise durch Aufnahme einer Beschäftigung. Im Mai meldeten sich 127 Frauen und Männer nach einer Erwerbstätigkeit arbeits- los. Das waren 17 weniger als im April. Der Zugang aus Erwerbstätigkeit hat sich aufgrund der verbesserten Pandemielage im Vergleich zum Vorjahr deutlich verringert (minus 65). Eine vergleichbare Entwicklung, allerdings in gegenläufiger Richtung, ist beim Abgang in Erwerbstätigkeit festzustellen: Im Mai haben 163 Personen eine neue Arbeitsstelle angetreten und konnten ihre Arbeitslosigkeit dadurch wieder beenden. Das waren 62 mehr als im Mai des Vorjahres.

Im Vergleich zum Vormonat ist die Arbeitslosigkeit bei allen betrachteten Personengruppen gesunken. Besonders deutlich ist die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren zurückgegangen. Auch im Vorjahresvergleich konnte dieser Personenkreis am stärksten profitieren. Die Zahl der arbeitslosen Jüngeren unter 25 Jahren lag im aktuellen Monat bei 77. Sie hat sich gegenüber dem Vormonat um 14,4 Prozent und gegenüber dem Vorjahr um über vierzig Prozent verringert. 745 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren 50 Jahre und älter. Ihre Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahr um 3,2 Prozent reduziert. Im Mai waren 965 Männer und 817 Frauen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einem Rückgang zum Vorjahr von 0,8 Prozent bei den Frauen. Die Männer konnten deutlich stärker profitieren – bei ihnen betrug der
Rückgang 15,4 Prozent. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen betrug im Mai 599. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Anstieg um über die Hälfte.

Blick auf die Rechtskreise

In den beiden Rechtskreisen verlief die Entwicklung seit April unterschiedlich: Während die Arbeitslosigkeit in der Arbeitslosenversicherung, die in der Zuständigkeit der Agentur für Arbeit Saarland liegt, zurückging, erhöhte sich die Zahl der Personen in der Grundsicherung, für die das Jobcenter im Landkreis St. Wendel verantwortlich ist, geringfügig. Im Bereich der Arbeitslosenversicherung waren im Mai 916 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 68 weniger als im April. In der Grundsicherung waren 866 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen, fünf mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Arbeitslosen in beiden Rechtskreisen verringert, im Bereich der Arbeitslosenversicherung mit einem Rückgang von 13,8 Prozent deutlich stärker als im Bereich der Grundsicherung, wo der Rückgang lediglich 3,9 Prozent betrug.

Stellenmarkt

Im Aufschwung ist auch die Nachfrage nach Arbeitskräften. Bereits in den Vormonaten hatte die Arbeitskräftenachfrage zugenommen – diese positive Entwicklung setzte sich auch im Mai fort. Im Landkreis St. Wendel wurden im Mai 195 neue Stellen gemeldet, 35 mehr als im April. Die meisten offenen Stellen wurden in der Zeitarbeit und im Gesundheits- und Sozialwesen gemeldet. Auch im Handel, im freiberuflichen/wissenschaftlichen/technischen Dienstleistungsbereich, im Verarbeitenden Gewerbe, im Gastgewerbe und im Öffentlichen Dienst gab es eine große Nachfrage nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der gemeldeten Stellen signifikant erhöht (plus 65). Seit Jahresbeginn wurden 742 offene Stellen gemeldet, fast ein Drittel mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Auch der Stellenbestand hat zugelegt. Im Bestand befinden sich aktuell 674 offene Stellen, 154 mehr als im Vorjahresmonat.

Kurzarbeit

Im Landkreis St. Wendel haben im Mai 4 Betriebe für 22 Beschäftigte neu Kurzarbeit angezeigt. Im April waren es noch 9 Anzeigen für 75 Personen. Anzeigen für Kurzarbeit bedeuten jedoch nicht automatisch deren Realisierung. Daten über den Umfang der realisierten Kurzarbeit werden mit einer Wartezeit veröffentlicht. Für den Monat November 2020 liegen nun die endgültigen statistischen Daten vor. So waren in diesem Monat 276 Unternehmen und 1.451 Menschen in Kurzarbeit. Um möglichst zeitnah Zahlenmaterial zur Verfügung stellen zu können, werden Hochrechnungen zur Inanspruchnahme der Kurzarbeit auf Basis vorläufiger Daten vorgenommen. Laut Hochrechnung haben im Dezember 2020 316 Unternehmen für 1.671 Beschäftigte Kurzarbeit umgesetzt.

Ausbildungsmarkt

Im Landkreis St. Wendel wurden seit Beginn des Beratungsjahres im Oktober vergangenen Jahres 525 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 52 mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (plus 11,0 Prozent). Gleichzeitig haben 413 Jugendliche die Berufsberatung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz in Anspruch genommen,33 weniger als im Vorjahr (minus 7,4 Prozent). Derzeit kommen auf 325 unbesetzte Ausbildungsstellen 209 Bewerberinnen und Bewerber, die noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind.

Die meisten offenen Ausbildungsstellen gibt es derzeit noch in den Berufen Kfz-Mechatroniker/in PKW-Technik, Feinwerkmechaniker/in, Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Anlagenmechaniker/in Sanitär-/Heizung-/Klimatechnik, Verkäufer/in, Bankkaufmann/-frau, Elektroniker/in Energie-/Gebäudetechnik, Medizinische/r Fachangestellte/r, Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r und Fachverkäufer/in Lebensmittelhandwerk Fleischerei.

Kontakt zur Berufsberatung

Für Beratungswünsche vergibt die Berufsberatung auch kurzfristig Termine. Ein Terminwunsch kann per E-Mail unter saarland.berufsberatung@arbeitsagentur.de oder über die gebührenfreie Servicerufnummer 0800 4 5555 00 vereinbart werden. Die Beraterinnen und Berater stehen für telefonische oder Videoberatung gerne zur Verfügung. Unternehmen, die freie Ausbildungsstellen melden möchten oder ihre gemeldeten Ausbildungsstellen bislang noch nicht besetzen konnten, können sich unter der gebührenfreien Servicerufnummer 0800 4 5555 20 an den gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit und des Jobcenters wenden.

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