Die Arbeitnehmer-Sparzulage: Seit Jahresbeginn noch attraktiver

Frau mit 10-Euro-Scheinen in der Hand
Bildnachweis: Pixabay, 4783150, Tumisu

Schon gewusst? Seit dem 1. Januar dieses Jahres haben sich die Einkommensgrenzen für die Arbeitnehmer-Sparzulage verdoppelt. Theoretisch können von dieser Neuregelung mehr als 17 Millionen Arbeitnehmer profieren. Eine Übersicht.

Staatlicher Anreiz zum Sparen

Die Arbeitnehmer-Sparzulage wird im Rahmen der vermögenswirksamen Leistungen (VL) bezogen. Arbeitgeber zahlen die VL oft auf freiwilliger Basis an ihre Arbeitnehmer, zusätzlich zum Gehalt. Alternativ werden die VL auch vom Nettogehalt des Arbeitnehmers in einem von ihm bestimmten Sparvertrag überwiesen.

Der Staat fördert diesen Vermögensaufbau mit der Arbeitnehmer-Sparzulage. Förderungsberechtigt sind Auszubildende, Arbeitnehmer, Beamte, Richter und Soldaten, wobei der betreffende Sparvertrag eine VL-Zertifizierung vorweisen muss.

Verschiedene Anlagemöglichkeiten

Laut einem Beitrag auf der LinkedIn-Seite des Finanzdienstleistungsunternehmens tecis gibt es für VL gleich mehrere Anlagemöglichkeiten: Bausparverträge gehören ebenso dazu wie Baukredittilgungen, Banksparpläne, Fondssparpläne oder altersvorsorgewirksame Leistungen.

Zudem weisen die Finanzexpertinnen und -experten von tecis darauf hin, dass sich die staatlichen Förderungen für solche Anlagemöglichkeiten mit der Arbeitnehmer-Sparzulage kombinieren lassen. Voraussetzung ist allerdings, dass die Sparerinnen und Sparer bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreiten und dass in förderfähige Anlageformen investiert wird.

Diese Einkommensgrenzen wurden nun im Rahmen des Zukunftsfinanzierungsgesetzes seit Jahresbeginn verdoppelt: Für Singles steigen sie von 20.000 Euro auf 40.000 Euro zu versteuerndes Jahreseinkommen (nicht das Bruttoeinkommen), für gemeinsam veranlagte Paare von 40.000 Euro auf 80.000 Euro. Damit haben nun 17,3 Millionen Menschen mehr als im Vorjahr die Möglichkeit, an die Arbeitnehmer-Sparzulage zu kommen.

Werden die VL in einen Fondsparplan investiert, beträgt die Höhe der Sparzulage vom Staat laut dem tecis-Beitrag 20 Prozent der jährlichen Sparsumme. Wird der Fonds mit dem Höchstbetrag von maximal 400 Euro bespart, gibt der Staat also 80 Euro als Arbeitnehmer-Sparzulage dazu.

Mit der Anhebung der Einkommensgrenzen auf 40.000 beziehungsweise 80.000 Euro will der Staat einen größeren Personenkreis an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dazu animieren, möglichst früh mit der Bildung von Vermögen zu beginnen. Das so angesparte Kapital lässt dann später für den Erwerb einer Immobilie oder für die private Altersvorsorge nutzen.

Der Weg zur eigenen Sparzulage

Um in den Genuss der staatlichen Sparförderung zu kommen, sind mehrere Schritte notwendig. Zunächst muss der Arbeitgeber vermögenswirksame Leistungen in einen Sparvertrag einzahlen, der die Voraussetzungen für VL auch erfüllt. Oft handelt es sich dabei um einen Aktienfonds oder einen Bausparvertrag.

Am Beginn des darauffolgenden Jahres erhält die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer dann per Post die Kontoauszüge des Sparvertrags für das abgelaufene Jahr. Sie enthalten die überwiesenen VL des Vorjahres.

Nun wird die Arbeitnehmer-Sparzulage in der Einkommensteuererklärung fürs abgelaufene Jahr mit beantragt. Dazu muss in der Erklärung nur ein Kreuz an der richtigen Stelle gesetzt werden.

Bei Bausparverträgen wird die Zulage nun nach einer Sperrfrist von sieben Jahren ausgezahlt. Wenn der Vertrag eine längere Laufzeit hat, erhalten Arbeitnehmer die Sparzulage danach jährlich direkt vom Finanzamt. Bei VL-kompatiblen Fondsparverträgen kommt es ebenfalls erst nach einer Sperrfrist von sieben Jahren zur Auszahlung der Arbeitnehmer-Sparzulage. Hintergrund hierbei ist, dass die Frist die längerfristige Geldanlage sicherstellen soll.

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