Der Stand von 5G in St. Wendel

Ob in St. Wendel oder einer anderen Region Deutschlands: Schnelles, mobiles Internet ist für viele mittlerweile längst unabdingbar. Sowohl für Arbeit als auch private Zwecke kann eine zuverlässige Verbindung entscheidend sein. Doch nicht immer gab es diese in der Vergangenheit hierzulande flächendeckend. In der Zukunft soll sich dies endlich komplett ändern. Der Hintergrund dafür ist die Einführung des Technologiestandards 5G. Doch was steckt eigentlich dahinter und wie weit ist man mittlerweile in St. Wendel? Genau das haben wir näher analysiert.

Was steckt hinter dem Schritt zu 5G?

Als neue Mobilfunkgeneration soll sich 5G in Zukunft bei allen Nutzern etablieren. Möglich wird so eine zuverlässige Leistung, neue technische Möglichkeiten in Echtzeit sowie eine bessere Vernetzung von intelligenten Geräten. Im September des Jahres 2019 wurde 5G in Deutschland erstmals für Kunden eingeführt, etwa durch die Telekom. Wenige Monate davor versteigerte die Bundesnetzagentur die nötigen Frequenzbänder an die jeweiligen Bieter. Grundsätzlich sorgt 5G dafür, dass innerhalb einer einzelnen Mobilfunkzelle eine größere Kapazität besteht. Doch anstatt nur ein Mobilfunkstandard zu sein, handelt es sich um einen gesamten Kommunikationsstandard. Dass sich das neue Netzwerk positiv auf verschiedene Industrien auswirken wird, ist keine Überraschung. Besonders die Online Unterhaltungsbranche verspricht sich viel vom neuen Standard. Vor allem mit der steigenden Beliebtheit von der Livestreaming-Technologie wird schnelles Internet immer wichtiger. Nutzer von Plattformen wie Netflix können dank 5G auf kürzere Wartezeiten beim Laden eines Films bauen. Auch Online Casinos werden hiervon profitieren. Beliebte Spiele wie Roulette können in sogenannten Live Casinos vermehrt gegen reale Croupiers gespielt werden. Besonders für Online Spieler, die an ihrer Roulette Strategie arbeiten, ist dies interessant, da sie stets die Kugel sowie die Reaktionen des Croupiers im Auge haben. Damit der Livestream ohne Verzögerungen abläuft, ist ein schnelles Internet wichtig. 5G soll dafür jedoch sorgen und Funklöcher verhindern.

Einer der großen Vorteile des Standards 5G ist, dass es diese Funklöcher bei vollständiger Umsetzung nicht mehr geben soll. Größere Reichweite und pausenlose Abdeckung sorgt dafür, dass jederzeit eine zuverlässige Verbindung zum mobilen Internet besteht. Doch 5G sorgt für weit mehr, als nur die eigene Unterhaltung im Landkreis St. Wendel sicherzustellen. Vielmehr handelt es sich um ein Mittel zur Vernetzung von Maschinen und Geräten im sogenannten Internet der Dinge. Auf diese Art und Weise können zum Beispiel Produktionsprozesse automatisiert werden. Hier liegt diversen Experten zufolge ohnehin ein wichtiger Teil der Zukunft. Darüber hinaus gibt es viele weitere Vorteile, etwa im Bereich Smart Home, wo ebenfalls die direkte Vernetzung in einem kleineren oder größeren Netzwerk vonnöten ist. Selbst die Technologie Virtual Reality, zuletzt eher in der Versenkung verschwunden, wird durch 5G in ihren Möglichkeiten gestärkt und könnte somit ein großflächiges Comeback starten. Das bisherige LTE-Netz soll dabei nicht ersetzt werden, sondern flexibel erweitert. So soll die Bandbreite stets flexibel in ausreichender Höhe verfügbar sein.

Wie entwickelt sich 5G im Landkreis St. Wendel?

Bereits im Sommer 2020 wurde bekannt, dass die Telekom im Kreis St. Wendel weiter in den Ausbau der 5G-Technologie investieren würde. Insgesamt acht Mobilfunk-Standorte im Landkreis wurden bereits zu jenem Zeitpunkt erweitert. Hierbei handelte es sich neben St. Wendel um Freisen, Marpingen, Namborn, Nohfelden, Nonnweiler, Oberthal und Tholey. Die Karte des Mobilfunk-Ausbaus zeigt, welche Entwicklung die Region seitdem genommen hat. Nur extrem wenige Orte rund um St. Wendel sind dabei nicht von zumindest 5G oder 4G abgedeckt. Vor allem im Osten der Region sind allerdings noch zum Teil große Lücken rund um den neuen Standard vorzufinden. Das Ziel der Komplett-Abdeckung ist deshalb noch immer weit entfernt, was natürlich auch zum Teil an der Pandemie lag, die den Ausbau etwas verzögerte. Zum Zeitpunkt des weiteren Ausbaus im Landkreis sollten laut Angaben der Telekom etwa 50 % aller deutschen Bundesbürger bereits Zugriff auf die 5G-Technologie besitzen.

Neben der Telekom sind natürlich auch die weiteren wichtigen und großen Telekommunikationsunternehmen an der Einbindung von 5G beteiligt, etwa Vodafone. Bis Mitte 2022 arbeitet der Konzern daran, 5G-Stationen an insgesamt neun Standorten im Regionalverband Saarbrücken aufgebaut werden sollen. Neben den neuen Standorten sollen auch vorhandene Vodafone-Zentren weiterverwendet werden. So bestehen bereits insgesamt 103 Mobilfunkstationen in der gesamten Region, bei denen mit Upgrades dafür gesorgt werden soll, dass sie auch für 5G nutzbar sind. Umso spannender wird die Frage sein, welche Schritte bis Ende des Jahres 2022 abgeschlossen sind und wo die weiteren Lücken bestehen. Klare Angaben dies betreffend bestehen leider in Deutschland kaum, da sich auch die Vergaberichtlinien und Pläne immer wieder änderten.

Wie wird 5G in St. Wendel die Einwohner betreffen?

Da sich St. Wendel frühzeitig um einen Standortvorteil beim umfassenden Ausbau der 5G-Technologie bemühte, befindet man sich längst in einer besseren Position als viele andere Regionen in Deutschland. Weil die Bundesrepublik beim Ausbau sowieso hinter Nachbarländern wie Österreich zurückhängt, ist es umso bedeutsamer, hier eine führende Rolle einzunehmen. Sobald der 5G-Ausbau abgeschlossen ist, sollen sich natürlich Vorteile für Industrie und Privatpersonen in St. Wendel und Region ergeben. Einer davon liegt darin, dass Mobilfunkstationen nunmehr direkt erkennen sollen, wer sich in der jeweiligen Funkzelle aufhält. Das bedeutet zugleich für den Nutzer, dass sein 5G-fähiges Smartphone dazu in der Lage ist, sofort versorgt zu werden. Noch ist überhaupt nicht abzusehen, welche Möglichkeiten sich in Zukunft durch 5G noch bieten könnten – in St. Wendel und aller Welt.

Besonders die abseits der Ballungsräume gelegenen Orte dürften durch 5G letztlich profitieren. Schließlich wohnen im gesamten Landkreis aktuell rund 87.400 Personen (Stand 2019). Im ländlichen Bereich soll die Datenrate massiv erhöht werden, was sich wiederum positiv auf die Surfgeschwindigkeit auswirken sollte. Die Geschwindigkeit wird auf bis zu 225 Mbit/s erhöht. In den größeren Städten sorgt 5G für noch größere Speed-Zunahmen. Hier können mittlerweile bereits zwischen 600 und 800 Mbit/s erreicht werden. Wenn es dann in die Großstädte wie München oder Berlin geht, ist nochmal ein Sprung auf über 1 Gbit/s Übertragungsrate festzustellen. All diese Daten und Fakten zeigen, dass sich die Menschen in St. Wendel über ein schnelleres mobiles Internet, möglichst vollständige Abdeckung und bislang noch ungeahnten Anwendungen verfügen werden. Ein wichtiger Schritt also, um die umfassende Digitalisierung auch in Zukunft weiter vorantreiben zu können.

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