Der Arbeits- und Ausbildungsmarkt im Mai 2017 im Landkreis St. Wendel

Im Mai waren im Kreis St. Wendel 1.657 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 58 weniger als im April und 82 weniger als vor einem Jahr (minus 4,7 Prozent).

Die Arbeitslosenquote betrug im Mai 3,5 Prozent, das waren 0,2 Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr.

 

„Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter stabil. Ein aussagefähiger Indikator dafür ist das konstant gute Stellenniveau“, erläutert Christina Arend, stellvertretende Leiterin der Arbeitsagentur Saarland. „Die besondere Herausforderung besteht für unsere Vermittlungsfachkräfte vor allem darin, Angebot und Nachfrage in Einklang zu bringen und die offenen Stellen mit geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern zu besetzen. Der wachsende Bedarf an gut qualifizierten Fachkräften macht eines jedoch deutlicher denn je: Die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit ist eine solide Ausbildung“, so Arend.

Dabei appelliert sie besonders an die Jugendlichen, die aktuell noch keinen Ausbildungsplatz in Aussicht haben: „Der Ausbildungsbeginn rückt spürbar näher und der Ausbildungsmarkt bietet in nahezu allen Branchen noch Aufnahmepotential.“ Arend rät denjenigen, die noch keine Zusage von einem Ausbildungsbetrieb haben, sich alternative Berufswünsche zu überlegen und Kontakt mit der Berufsberatung aufzunehmen. Ausbildungsbetrieben, die bislang noch keine geeigneten Bewerberinnen und Bewerber gefunden haben, empfiehlt sie, sich durch den Arbeitgeber-Service über Alternativen bei der Gewinnung künftiger Fachkräfte beraten zu lassen.

 

Die Arbeitslosenquoten aller saarländischen Landkreise im Vergleich:

Landkreis St. Wendel: 3,5 Prozent

Landkreis Merzig-Wadern: 4,7 Prozent

Landkreis Saarlouis: 5,2 Prozent

Saarpfalz-Kreis: 5,2 Prozent

Landkreis Neunkirchen: 7,7 Prozent

Regionalverband Saarbrücken: 8,8 Prozent

 

Jeden Monat gibt es auf dem Arbeitsmarkt viel Bewegung: Menschen melden sich arbeitslos, andere beenden die Arbeitslosigkeit beispielsweise durch Aufnahme einer Beschäftigung.

In den letzten vier Wochen meldeten sich 206 Frauen und Männer nach einer Erwerbstätigkeit arbeitslos. Das waren 28 mehr als vor einem Jahr.

Auf der anderen Seite haben 199 Personen ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit beendet, 40 mehr als im April und 30 mehr als im Vorjahr.

 

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung

 

Bei der Agentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeitslosen in Mai um 47 auf 717 gesunken und lag um 41 unter dem Vorjahreswert. Im aktuellen Monat waren 380 Männer arbeitslos, 35 weniger als im April. Bei den Frauen ist die Arbeitslosigkeit um 12 auf 337 gesunken. Bei den Jüngeren unter 25 Jahren waren 93 Personen gemeldet, 5 weniger als im April und 7 mehr wie vor einem Jahr. In der Altersgruppe 50Plus waren 348 Menschen arbeitslos, 11 mehr als im April.

Beim Vergleich des Arbeitslosenbestandes mit dem Vorjahresmonat ist zu beachten, dass Menschen, die zeitgleich Arbeitslosengeld von der Agentur und des Jobcenters beziehen, seit Beginn dieses Jahres ausschließlich im Bereich der Arbeitslosenversicherung gezählt und nicht mehr im Bereich der Grundsicherung.

 

Entwicklung in der Grundsicherung für Arbeitslose

 

Die Arbeitslosigkeit beim Jobcenter des Kreises ist im Mai geringfügig um 11 auf 940 Personen gesunken, das waren 41 weniger Arbeitslose als vor einem Jahr (minus 4,2 Prozent). 408 der beim Jobcenter registrierten Arbeitslosen waren bereits ein Jahr und länger arbeitslos. Dies entspricht einem Anteil von 43,4 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit um 35 Personen. Im Mai waren 255 Ausländer arbeitslos gemeldet, 44 mehr als vor einem Jahr. Der Ausländeranteil an den Arbeitslosen betrug im Mai 27,1 Prozent.

 

 

 

Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit)

 

Die Unterbeschäftigung lag im Bereich der Arbeitslosenversicherung im Mai bei 966 Personen. Das waren 6,1 Prozent weniger als vor einem Jahr.

 

Im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende lag die Unterbeschäftigung im Mai bei 1.820 Personen (plus 12,6 Prozent zum Vorjahr).

 

In die Unterbeschäftigung werden neben den registrierten Arbeitslosen auch die Personen einbezogen, die an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnehmen oder aus anderen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden.

 

Stellenmarkt

 

Im Monat Mai waren bei dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit 787 offene Stellen gemeldet. Dies waren 169 oder 27,3 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Die meisten offenen Stellen gibt es in der Zeitarbeit, im Handel, im Gastgewerbe und im Bereich der freiberuflichen/wissenschaftlichen/technischen Dienstleistungen. Auch im Baugewerbe, im Verarbeitenden Gewerbe und im Gesundheits- und Sozialwesen werden neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht.

 

Ausbildungsmarkt

 

Im Kreis St. Wendel wurden seit Beginn des Ausbildungsjahres im vergangenen Oktober 462 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 3,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig suchten 492 junge Menschen eine Ausbildungsstelle über die Arbeitsagentur, 3,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Am statistischen Zähltag im Mai waren noch 219 Stellen unbesetzt und 262 Jugendliche unversorgt.

 

Noch gute Chancen für 2017

In vielen Betrieben sind die Einstellungsverfahren derzeit noch nicht abgeschlossen und es bieten sich noch zahlreiche Ausbildungsmöglichkeiten. Die Berufsberatung der Arbeitsagentur Saarland rät daher den Jugendlichen, spätestens jetzt zu starten und die Angebote zu nutzen. Vor allem sollten sie für berufliche Alternativen offen sein und bei der Suche auch mal einen Blick über die Kreisgrenze werfen.

 

Hilfen der Arbeitsagentur

Neben der Vermittlung von Ausbildungsstellen bietet die Arbeitsagentur Beratung zu Ausbildungsvoraussetzungen, Bewerbungsverfahren und Berufsausbildungsbeihilfe an. Und wenn die schulischen Leistungen nicht stimmen, kann sie die Bewerberinnen und Bewerber mit vielen Fördermöglichkeiten unterstützen. Je früher sich Jugendliche mit der Agentur für Arbeit in Verbindung setzen, desto eher können individuelle Lösungsansätze für die Ausbildung gefunden werden.

 

Kontakt

Ein Termin bei der Berufsberatung kann über die kostenfreie Hotline 0800 4 5555 00, beim Berufsberater in der Schule oder vor Ort bei der Agentur für Arbeit vereinbart werden.

Arbeitgeber, die freie Ausbildungsstellen melden möchten, können sich an den Arbeitgeber-Service unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 4 5555 20 wenden.

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