Auftaktveranstaltung

Das Sankt Wendeler Land gestalten: Einladung zum Mitmachen beim Bewerbungsprozess der KuLanI

Geschäftsstelle der KulturLandschaftsInitiative St. Wendeler Land e.V.

Es kann, es soll, es wird weitergehen. Davon ist Thomas Gebel überzeugt.

Denn die Chancen stehen gut. „Mit einer überzeugenden Bewerbung können wir auch eine vierte Förderperiode für den Landkreis St. Wendel an Land ziehen. Und dieses Mal setzten wir noch stärker auf Bürgerbeteiligung“, sagt Gebel. Er ist der Vorsitzende der KulturLandschaftsInitiative Sankt Wendeler Land (KuLanI), einem Regionalentwicklungsverein, den es seit über 25 Jahren gibt.

„In dieser Zeit kam das Sankt Wendeler Land in den Genuss von drei LEADER-Förderperioden, für die wir als KuLanI mit starken Bewerbungen gesorgt haben“, sagt Gebel. LEADER ist ein Förderprogramm der Europäischen Union, mit dem der ländliche Raum gestärkt werden soll. Von 2000 bis 2006 flossen 2,3 Millionen Euro aus diesem Programm in das St. Wendeler Land, von 2007 bis 2013 waren es 1,9 Millionen. Die dritte Förderperiode für die Region startete
2014, dabei gab es bis 2020 2,1 Millionen Euro. Gebel: „Momentan befinden wir uns in einer Übergangsphase: Die Förderperiode wurde verlängert, dafür gibt es ebenfalls frisches Geld; eine neue Periode soll von 2023 bis 2027 laufen.“ Und eben für diese möchte sich die KuLanI bewerben. Drei Millionen Euro werden in Aussicht gestellt. So viel Geld wie nie zuvor. Eine einmalige Chance. „Die wir nutzen wollen! Dabei müssen wir das Rad nicht neu erfinden. Vielmehr wird es darum gehen, unsere bisherigen Konzepte qualitativ weiterzuentwickeln“, erläutert Gebel. Konkret bedeute dies: Die vier Handlungsprogramme der KuLanI sollen ausgebaut, aufgefrischt, modernisiert werden. Dazu gehöre der Lokalwarenmarkt, der als Ergänzungsangebot zum Supermarkt aufgebaut wurde. Mit regionalen Produkten, insbesondere Lebensmitteln. Der Ausbau des Non-Food-Angebotes sei hierbei angestrebt. Ebenso soll die Vermarktung von ökologisch erzeugten Produkten unterstützt werden. Oder das Energieprogramm, ein weiteres KuLanI-Handlungsprogramm, das den Ausbau alternativer Energiequellen fördere. Eine regionale Lösung für das globale Problem der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern. „Und auch hier gibt es noch viel
zu tun, schließlich spüren wir die Folgen des vom Menschen verursachten Klimawandels Tag für Tag.
Und auch auf der regionalen Ebene müssen wir etwas dagegen tun. So wollen wir im Energieprogramm den Klimaschutz stärker verankern.“


Ein weiteres Handlungsprogramm ist das Kulturprogramm „Steinreich“, das das kulturelle Erbe der Region in den Vordergrund stelle. Das noch stärker touristisch genutzt werden solle. Nicht zuletzt werde auch das Bildungs-programm ausgebaut. Dieses hatte bisher vor allem junge Menschen im Fokus, denen die Eigenheiten und Besonderheiten der Region hautnah, an außerschulischen Lernorten, vermittelt werden. Neue Zielgruppen, etwa Erwachsene, und neue Themen sollen dieses Handlungsfeld auffrischen. Gebel: „An Ideen mangelt es uns nicht. Und ich bin davon überzeugt, dass auch viele Bürgerinnen und Bürger unseres Landkreises Ideen und Anregungen haben, wie wir unsere Handlungsfelder, unsere Arbeit als Regionalentwicklungsverein voranbringen können.

Daher möchte wir alle Bürgerinnen und Bürger einladen, sich am Bewerbungsprozess für eine vierte LEADER-Förderphasezu beteiligen.“

Startschuss ist am 14. September mit einer Auftaktveranstaltung coronabedingt im Online-Format. Hierzu ist eine vorherige Anmeldung nötig. Das Formular gibt es hier.

Der Auftaktveranstaltung sollen im Oktober vier Workshops zu den vier Handlungsprogrammen folgen. Doch auch unabhängig davon hat jeder die Möglichkeit, seine Ideen einzureichen. Dafür gibt es einfache Formulare, die auf der Homepage der KuLanI zur Verfügung stehen.


„Alle Ideen sollen in unsere Bewerbung, die im LEADER-Prozess ‚lokale Entwicklungsstrategie‘ heißt, fließen“, sagt Gebel. „So können wir als KuLanI gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern des Sankt Wendeler Landes unsere erfolgreiche Arbeit für unseren Landkreis, für die Entwicklung unserer Region fortsetzten und ausbauen, Daher hoffe ich, dass sich möglichst viele beteiligen!“

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