Apfelsaft für die Abiturfeier – Der Abschlussjahrgang des Cusanus-Gymnasiums zeigt sich engagiert und kreativ

v.-l.n.r. Holger Büch, Sascha Feldbauer und Merle Rietz

Kein Ostermarkt, kein Stadtfest, kein Weihnachtsmarkt, selbst der Kuchenverkauf in der Schule ist nicht erlaubt… Am Cusanus-Gymnasium St. Wendel sorgen sich die künftigen Abiturienten um die Finanzierung ihrer Abiturfeier, denn sie haben die Hoffnung, trotz Pandemie im nächsten Jahr eine Abschlussfeier durchführen zu können, nicht aufgegeben. Schließlich hat der diesjährige Abiturjahrgang vorgemacht, dass dies im Freien mit entsprechendem Abstand funktionieren kann.



Bei der Finanzierung sind in diesem Jahr allerdings kreative Lösungen gefragt: „Wir suchten wir nach alternativen Einnahmequellen, um wenigstens ein gewisses Startkapital in die Abiturkasse zu bekommen“, erzählt Schülersprecherin Merle Rietz. „Anfangs schien die Idee so simpel. Es gibt so schöne Apfelbäume in der Nähe der Schule mit wundervollen Äpfeln, die offensichtlich niemand ernten wollte.“ Da lag es nahe, die Äpfel zu pflücken, daraus Apfelsaft pressen zu lassen und diesen zum Verkauf anzubieten. Das Kommando „Auf die Bäume, fertig, los!“  konnte jedoch erst erteilt werden, nachdem Holger Büch, der stellvertretende Schulleiter des Cusanus-Gymnasiums, die offizielle Ernteerlaubnis  bei Herrn Junker vom Umweltamt der Stadt eingeholt hatte.

Noch vor den Herbstferien konnten die eifrigen Erntehelfer 1500 Kilogramm Äpfel ernten. „Mit den Früchten im Gepäck sind wir dann nach Oberlinxweiler gefahren, wo uns der Erste Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins, Herr Sascha Feldbauer, begrüßte“, so der stellvertretende Schülersprecher Nick Holzhüter. „Nachdem wir ihm von unserer Idee erzählt hatten, und Herrn Feldbauer klar war, dass wir Schüler in Eigeninitiative unsere knapp bemessenen Freizeit geopfert hatten, um Geld  für die Abiturfeier zu sammeln, hat er uns angeboten, den Saft umsonst zu keltern.“



„Es freut uns, dass wir so unkompliziert helfen konnten. Da unser Verein der einzige ist, der in diesen Zeiten Einnahmen generieren kann, freut es uns umso mehr, etwas davon dem Personenkreis abzugeben, der es am nötigsten hat: unseren Kids.“  Aus dem Mund von Sascha Feldbauer klingt die kostenlose Hilfe wie eine Selbstverständlichkeit, aber allen Beteiligten ist klar, dass es sich dabei um eine mehr als großzügige Geste handelt. Knapp 100 Kisten süß und fruchtig schmeckender St. Wendeler Apfelsaft stehen nun in der Schule zum Verkauf. 

Share on facebook
Share on whatsapp
Share on twitter
Share on linkedin
Share on telegram

ANZEIGEN