Ehrenvolles Gedenken an Künstler

Adolf-Bender-Weg in St. Wendel eröffnet

Foto: St. Wendels Bürgermeister Peter Klär (rechts) brachte gemeinsam mit Gerhard Koepke dem Vorsitzenden des Adolf-Bender-Zentrums (2. vr.), Ortsvorsteher Andreas Leyerle (2. vl.) und Hans Bender das Straßenschild für den neu benannten Weg an. Fotograf: Kreisstadt St. Wendel / Josef Bonenberger

In der Kreisstadt St. Wendel wurde eine besondere Ehrung für den Künstler und Demokratiebefürworter Adolf Bender vollzogen. Ein Weg, der von der Wendalinusstraße zum Magdalenehof führt, wurde nach ihm benannt, um sein Engagement für Demokratie und ein friedvolles Miteinander zu würdigen.

Adolf Bender, der in den Jahren 1933 bis 1936 in den Konzentrationslagern Börgermoor und Esterwegen interniert war, widmete sein Leben der Förderung demokratischer Werte und des friedlichen Zusammenlebens. Er teilte seine Erfahrungen, insbesondere in Schulen, mit jungen Menschen.

Die offizielle Benennung des Weges, in dem Bereich, in dem Bender lebte, erfolgte durch St. Wendels Bürgermeister Peter Klär, Hans Bender, dem Sohn des Malers, Ortsvorsteher Andreas Leyerle und Gerhard Koepke, Vorsitzender des Adolf-Bender-Zentrums. Zusätzlich wurde eine Gedenktafel zu Ehren Benders an der Magdalenenkapelle enthüllt.

Adolf Bender zog 1946 nach St. Wendel und lebte dort bis zu seinem Tod 1997. Seine wichtigsten Werke, darunter der Moorsoldaten-Zyklus, reflektieren seine erschütternden Erfahrungen in den KZs. Bender war auch mit einflussreichen Persönlichkeiten wie Carl von Ossietzky und Werner Finck in Kontakt.

Das 1985 gegründete Adolf-Bender-Zentrum in St. Wendel setzt sich vorrangig für politische Bildung ein. Es engagiert sich für Demokratieförderung, Menschenrechte, Erinnerungsarbeit sowie im Kampf gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus.

Bürgermeister Klär erinnert sich persönlich an Bender und betont dessen positive Wirkung auf die Stadt. Hans Bender, Sohn des Künstlers, äußert sich stolz über die Anerkennung seines Vaters als bedeutende Persönlichkeit in St. Wendel.

Gerhard Koepke hebt hervor, dass durch die Würdigung Benders als Maler und Demokrat, auch die Arbeit des Adolf-Bender-Zentrums positiv unterstützt wird.

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