ADFC Ortsgruppe St. Wendel engagiert sich für den ADFC-Fahrradklima-Test

Ob Radfahren in der Stadt Spaß oder Stress macht und sicher ist, hängt maßgeblich von der Fahrradinfrastruktur ab. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) führt alle zwei Jahre den Fahrradklima-Test durch, „eine der größten Befragungen zum Radfahrklima weltweit … Der ADFC-Fahrradklima-Test ist der Zufriedenheits-Index der Radfahrenden in Deutschland“, so auf der ADFC-Webseite. Dieses Jahr findet die bereits laufende Umfrage zum neunten Mal statt, sie begann am 1. September und endet am 30. November 2020. Aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans 2020 fördert das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur diese deutschlandweite Umfrage.



Online (oder per Papier-Fragebogen) „kannst Du mit wenig Aufwand die Situation für Radfahrende in Deiner Stadt oder Gemeinde anonymisiert bewerten. So haben Du und alle anderen ‚Alltagsexpert*innen‘ die Chance, Politik und Verwaltung wichtiges Feedback zur Situation von Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrern vor Ort zu geben“, heißt es auf der ADFC-Seite. 

Für die Städte und Gemeinden sind die Testergebnisse eine wichtige Standortbestimmung in Sachen Fahrradfreundlichkeit, zeigen identifizierte Stärken und Schwächen (im Vergleich zu anderen Orten)auf und geben gezielt Orientierungshilfe für künftige Maßnahmen und Programme. Im Fragebogen zeigen Radfahrer*innen ihre Meinung über „Spaß oder Stress“ beim Radeln und im Straßenverkehr an ihrem Wohnort. Dabei bewerten sie Aspekte wie Sicherheitsgefühl, Komfort, Radverkehrsinfrastruktur und -förderung, Abstellmöglichkeiten, Mitnahme des Fahrrades im öffentlichen Nahverkehr und Werbung fürs Radfahren.

Jede Stimme zählt – mache den Fahrradklima-Test für St. Wendel noch aussagekräftiger und die Stadt fahrradfreundlicher.

Die ADFC-Ortsgruppe St. Wendel konnte aufgrund ihres Engagements bereits 82 Umfrage-Teilnehmer*innen für die Kreisstadt St. Wendel gewinnen. Damit knackte sie erstmalig die magische 50er-Teilnehmer-Mindestgrenze, was die Aufnahme in die Ergebnisliste und damit eine Auswertung garantiert. 82 TN sind 32 Personen pro 10.000 Einwohner, das ist mehr als das 6-fache gegenüber 2018. Damals kam St. Wendel mit lediglich 12 Teilnehmern nicht in die Bewertung.



Um Entscheidungen und Veränderungen anzugehen, brauchen Politik und Verwaltung wissenschaftlich verlässliche Daten in Sachen Fahrradinfrastruktur, auch vor Ort in St. Wendel. Daher gilt für den ADFC: „Je mehr Menschen am ADFC-Fahrradklima-Test 2020 teilnehmen, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse.“ Deshalb ruft der ADFC St. Wendel alle Radfahrer*innen zum Mitmachen bei der Umfrage unter www.fahrradklima-test.adfc.de auf.

„Denn die im Spätsommer begonnenen, kleinen Maßnahmen der Stadt St. Wendel wie die geöffnete Fußgängerzone, erste, in der Gegenrichtung offene Einbahnstraßen und weitere geplante Projekte wie zum Beispiel Abstellanlagen, spezielle Fahrradboxen, ausgebaute Fahrradwege und verbesserte Verbindungsstraßen sind maßgeblich auf das Engagement und die Anregungen des ADFC St. Wendel zurückzuführen. Diese positive Richtung wollen wir gerne zusammen mit der Stadt St. Wendel weiterführen und noch viel mehr Menschen aufs Rad bringen. St. Wendel hat das Potential, sich in einigen Jahren mit unserer Hilfe zu einer Vorzeige-Kreisstadt in Sachen Fahrradverkehr zu entwickeln „, so Astrid Johann, stellvertretende Sprecherin der ADFC-Ortsgruppe St. Wendel. Der hiesige ADFC werde daher genau im Blick behalten, ob die Stadt die angekündigten Projekte auch wirklich umsetzt.

ADFC-Ortsgruppe St. Wendel: nächstes Treffen, 2.12.2020, 19 Uhr

Die ADFC-Ortsgruppe St. Wendel, die sich für eine fahrradfreundliche Stadt und Umgebung einsetzt, trifft sich stets am ersten Mittwoch im Monat um 19 Uhr. Das nächste Treffen findet am Mittwoch, dem 2. Dezember 2020, statt, ob online oder als Präsenzgruppe (im UTZ), steht noch nicht fest. Wer Interesse an einer Mitarbeit hat, melde sich bei den Sprechern: E-Mail: st-wendel@adfc-saar.de, Michael Müller (0176-608 777 07; E-Mail: michmue78@gmx.de) oder Astrid Johann (06851-907288; E-Mail: astrid.johann@gmx.de).

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