2024: Herausforderungen für den Saar-Arbeitsmarkt

„Der deutliche Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar folgt dem saisonüblichen Muster. Erfreulich ist zwar, dass der Zuwachs etwas geringer ausfiel als im Schnitt der letzten zehn Jahre. Erhebliche Sorge bereitet aber, dass die Arbeitslosenzahl mit fast 37.000 wieder ein beachtliches Niveau erreicht hat. Daher dürfte 2024 ein schwieriges Jahr für den Saar-Arbeitsmarkt werden. Ursächlich hierfür sind der fortgesetzte Zustrom von Flüchtlingen sowie die spürbar gesunkene Einstellungsbereitschaft der Unternehmen infolge kontinuierlich steigender Kosten und Geschäftsrisiken. Insbesondere durch neue Bürokratielasten, wie etwa der CO2-Grenzausgleichsmechanismus der EU oder das Lieferkettengesetz, werden die Betriebe weiter unter Druck gesetzt. Dies hat neben hohen Zinsen und steigenden Arbeits- sowie Energiewendekosten zur Folge, dass die Investitions- und Einstellungsbereitschaft auf niedrigem Niveau verharrt. Damit die Wirtschaft wieder auf einen nachhaltigen Wachstumskurs einschwenken kann, braucht es jetzt dringend wirtschaftspolitische Reformen, die ein starkes und verlässliches Signal des Aufbruchs und der Erneuerung aussenden. Nur dann wird es gelingen, die Arbeitslosigkeit wieder spürbar zu senken.“

So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Thomé die von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Arbeitsmarktzahlen.


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