Golfen für den guten Zweck

14.000€ für St. Wendeler Tafel dank „Rotary Saarland Trophy“

Dank des gemeinsamen Charity-Golfturniers konnten die saarländischen Rotary-Clubs 14.000€ an die Tafel St. Wendel spenden (Foto: Laura Brill)

Die saarländischen Rotary-Clubs haben am 27. 05. 2023 die 8. „Rotary Saarland Trophy“ veranstaltet, ein Charity-Golfturnier, welches im Golfpark Bostalsee in Nohfelden-Eisen stattfand. Dort wurde vergangene Woche nun die erzielte Spendensumme in Höhe von 14.000 € an den Caritasverband Schaumberg-Blies e.V. für die Tafel St. Wendel überreicht.

Die Rotary Saarland Trophy wird jährlich in unterschiedlichen Regionen veranstaltet, in denen so an ein regionales Projekt gespendet werden kann. Den Rotariern wurde in den letzten Jahren der stark gestiegene Bedarf an Unterstützung für die Tafeln zugetragen, weswegen diese bei den letzten Turnieren begünstigt wurden. Auf den verschiedenen Golfplätzen wurden bisher insgesamt rund 82.000 € für gute Zwecke erwirtschaftet.

Organisiert und vorbereitet werden die Turniere von einem Orga-Team unter der Leitung von Rigobert Maurer (Rotary-Club Merzig-Saarlouis). Dieser bedankte sich im Rahmen der Spendenübergabe insbesondere beim Präsidenten des Golfpark Bostalsee, da die Aktionen ohne die Unterstützung der örtlichen Clubs nicht möglich wäre. Das Turnier in Eisen konnte so bei bestem Wetter im Mai und unter der Schirmherrschaft von Innenminister Reinhold Jost mit insgesamt 72 Spielern und einer anschließenden Abendveranstaltung stattfinden. Sponsoren waren dabei nicht unerheblich am Netto-Überschuss von 14.000 € beteiligt.

Die Summe wurde dankend von Caritasdirektor Michael Schütz und dem Leiter der Tafel St. Wendel, Thomas Mörsdorf entgegengenommen. Mörsdorf betonte dabei, dass Lebensmittelspenden für die Tafel nicht das Hauptthema seien, es ginge vielmehr um die Betriebskosten, die dank einer Spende wie dieser getragen werden könnten. Die Tafel benötigt unter anderem Räume, Fahrzeuge, Treibstoff oder Energie für die Kühlhäuser – kurz: Die Infrastruktur müsse aufrecht erhalten werden, und das koste nun mal Geld. Allein im letzten Jahr habe dies laut Mörsdorf zwischen 30.000€ und 40.000€ an Kosten verursacht, die nicht durch Zuschüsse abgedeckt wurden, womit die Tafel auf Geldspenden angewiesen sei.

Das Konzept TafelPlus

Bei der Tafel St. Wendel sind 756 Haushalte angemeldet, das sind 2086 Personen, davon 867 Kinder. Mit dem Konzept „TafelPlus“ geht die Tafel in St. Wendel einen Schritt über die „bloße“ Lebensmittelrettung und Essensausgabe hinaus, da sie an Beratungsstellen gekoppelt ist, die die Menschen in ihrer jeweiligen Lebenssituation unterstützen können. Michael Schütz betont, dass die Tafel keine amtliche Bescheinigung braucht. Es ginge um die Lebenswelt und nicht um die gesetzliche Definition von Armut. Ein klassisches Beispiel seien hier chronisch kranke Rentner, die knapp über der Pfändungsfreigrenze von 1300€ im Monat lägen, jedoch aufgrund medizinischer Zuzahlungen faktisch zu wenig Geld zum Leben hätten und so von der Tafel als bedürftig eingestuft und unterstützt werden.

Vor allem die Kinder liegen dem Leiter der Tafel am Herzen. Mörsdorf: „Kinderarmut hört mit steigendem Alter nicht auf […] Kinder zu unterstützen und Familien aus dieser Armutsspirale zu befreien, ist uns ein ganz wichtiges Anliegen.“ Hierzu nennt er Projekte wie beispielsweise „Das Leben ist kein Ponyhof“, welches es Kindern aus mittellosen Familien ermöglicht Reitunterricht zu nehmen.

Dank der Tafel St. Wendel werden pro Jahr mehrere Tonnen Lebensmittel gerettet und durchschnittlich 5149 Haushalte versorgt und beraten. Diese Erkenntnis bestärkt die Rotarier in ihrer Entscheidung diese Einrichtung für die Spende in Höhe von 14.000€ aus der 8. „Rotary Saarland Trophy“ ausgewählt zu haben.

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