10 Fragen an… Nadine Schön

Heute stellen wir euch in unserer Rubrik 10 Fragen an… Nadine Schön vor. Sie ist 37 Jahre alt und wohnt in Tholey. Nadine Schön ist Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis St.Wendel und beschäftigt sich insbesondere mit Digitalpolitik sowie Familien- und Engagementpolitik. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten mit ihrem Mann, ihren Kindern und ihrer Familie oder mit Freunden. 

Wie sieht ein typischer Tag in Ihrem Leben aus? 
Den gibt es nicht. In den Sitzungswochen des Bundestags starte ich meist um 7 mit Schreibtischarbeit, danach finden zahlreiche Sitzungen statt. Als stellvertretende Fraktionsvorsitzende verhandele ich viele Initiativen aus dem Digitalbereich und alle Gesetze aus dem Familienbereich federführend mit. Das ist die Arbeit, die man draußen nicht sieht, die aber Kern meiner Aufgabe ist und viel Zeit kostet. Dazu kommen Bürgeranfragen, Telefonate, in normalen Zeiten Besuchergruppen. Im Wahlkreis bin ich viel unterwegs, besuche Institutionen und Unternehmen, mache Bürgersprechstunden. Das gibt es in Corona-Zeiten alles auch – allerdings digital. Nachmittags versuche ich so oft wie möglich Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Meinen Mails ist es zum Glück egal, ob sie früh am Morgen oder spät abends beantwortet werden.   

Wie würden Sie Ihre Tätigkeit als Mitglied des deutschen Bundestags beschreiben? 
Als eine Mischung von fachlicher Kernerarbeit und sehr persönlichen Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen. Politische Arbeit hat für mich schon immer bedeutet etwas verändern zu wollen, ob im Kleinen, weil ich jemandem ganz konkret helfen kann, oder im Großen, durch eine wichtige Reform oder Gesetzesnovelle.  Das macht für mich die Arbeit aus, denn sie ist vielfältig und spannend. 



Auf welches digitale Tool würden Sie nicht mehr verzichten wollen? 
Im Moment sind das zwei Dinge: Videotelefonie und meine Corona-Warn-App. Ohne Programme wie WebEx oder Zoom wäre ich momentan aufgeschmissen, denn fast alle Sitzungen und Veranstaltungen laufen digital. Und wenn ich dann doch mal unterwegs bin, ist die Corona-Warn-App mein treuer Begleiter.

Wer ist Ihr großes Vorbild? 
Auf politischer Ebene ist mein Vorbild Annegret Kramp-Karrenbauer. Sie hört zu, ist präzise in der Analyse und kann Probleme sehr zielgenau lösen. Gleichzeitig ist sie nie abgehoben. Ihr geht es immer um die Sache und um den Menschen. Das Interesse, das sie ihrem Gegenüber entgegen bringt, ist immer echt und man kann sich darauf verlassen, dass sie sich zu Herzen nimmt, was man anspricht. Sich das über all die Jahre der Verantwortung in den unterschiedlichsten Positionen zu erhalten, ist bewundernswert. Für mich ist sie ein echtes Vorbild.  

Was mögen Sie besonders am St. Wendeler Land? 
Was ich an St.Wendel so liebe ist die Vielseitigkeit. Ich bin durch und durch Dorfkind und finde es großartig, vor die Tür zu gehen und mitten in der Natur zu sein. Ich gehe super gerne im Wald  geocachen und liebe den Bostalsee mit seinen vielen Möglichkeiten. Das Beste aber ist das Persönliche: Man kennt sich und hilft sich, das zeichnet uns ganz besonders aus. Und: Wir sind kreativ und lassen uns immer was einfallen.  Es gibt so viele spannende neue Unternehmen und Projekte, gerade auch im digitalen Bereich, genauso wie unzählige ehrenamtliche Initiativen, die sich immer was Neues einfallen lassen, von liebevoll organisierten Festen über tolle Jugendarbeit  bis zu ganz konkreter Hilfe für andere. 

Was würden Sie gerne verbessern? 
Ein Thema das mir schon immer am Herzen lag war die Mobilität. In der JU hatten wir damals die Nachtbusse auf den Weg gebracht. Gerade für junge Leute ist es schwierig, ohne Auto von A nach B zu kommen. Noch größer wird das Problem im Alter. Ich hoffe, dass wir es bald mit neuen Ideen und digitalen Ansätzen schaffen uns besser zu vernetzen. Das smart city-Projekt, das der Bund finanziert, kann eine gute Lösung sein.

Was ist Ihr Lieblingsort/Geheimtipp im St. Wendeler Land? 
Die Wanderwege, die einen tief in Wälder hinein führen. Gerade bei den Premiumwegen hat man nicht selten das Gefühl, dass man in einem ganz anderen Land ist. Wir gehen gerne geocachen, also suchen kleine Fundstücke über GPS im Wald. Dabei entdeckt man viel Spannendes. Einfach mal ausprobieren!

Was bedeutet Heimat für Sie? 
Heimat ist für mich ein Gefühl der Geborgenheit und des Ankommens. Und vor allem meine Familie.

Was gibt Ihrem Leben die besondere Würze?
Vor allem meine Jungs, die mich auf Trapp halten, nie aufhören Fragen zu stellen und durch die ich die Welt noch einmal mit neuen Augen entdecke. 

Wie würden Sie die „St. Wendeler Mentalität“ beschreiben? 
Ich würde sagen wir St. Wendeler sind entspannt, offen und meist gut drauf. Aber wenn es mal Ernst wird, ist Hilfe und Unterstützung nie weit. Hier kennt eben jeder jeden und wir halten zusammen!

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